Unsere einheimische Hornisse, die Vespa Crabro, steht auf der Liste der bedrohten Arten. Sie hat es schwer, sich jährlich zu vermehren, weil sie eine Nisthöhle benötigt. Hohle Bäume gibt es leider viel zu wenige. Deshalb landet die Hornisse oft in unseren Rollladenkästen. Aber – kein Problem! Es gibt Hornissenfachberater, die solche Tiere bzw. Völker in einen speziellen Nistkasten setzen und umsiedeln.
Unsere einheimische Hornisse ist relativ laut und groß, aber extrem friedlich. Aktuell kann man im Garten die Königinnen beobachten. Sie gründen nun neue Völker. Wie viele andere Arten beginnt sie mit einem kleinen kugelrunden Nest.
Bei den kleinen Nestern ist besondere Vorsicht geboten. Sie sehen genauso aus wie von verschiedenen Wespenarten und der invasiven asiatischen Hornisse. Auf keinen Fall darf deshalb so ein kleines kugeliges Nest entfernt werden, ohne dass man weiß, welches Tier es gebaut hat. Das Abfangen eines Tieres und das Entfernen eines Nestes der europäischen Hornisse sind sogar strafbar.
Aktuell gehen bei den Imkern und anderen Meldestellen sehr viele Nachrichten über Nestfunde von der Asiatischen Hornisse, Vespa Velutina, ein. Tatsächlich sind es oft Nester von Wespen oder von unseren geschützten einheimischen Hornissen. Deshalb – unbedingt durch ein Foto prüfen lassen, welches Tier hier aktiv ist.
Das Foto können Sie an den Imkerverein per E-Mail an ah-pfinztal@unterpfinzgau-biene.de schicken oder Sie kontaktieren das Bau- und Umweltamt der Gemeinde per E-Mail s.butz@pfinztal.de.
Beide kennen auch die zuständigen Hornissenfachberater, falls eine europäische Hornisse umgesiedelt werden muss.
