Am 27.04.2026 begrüßte Bürgermeisterin Nicola Bodner anlässlich der alljährlichen Pflanzung des „Baums des Jahres“ die Anwesenden und äußerte ihre Freude über die diesjährige Wahl, die Zitterpappel. Auch in diesem Jahr wurde der „Baum des Jahres“ in einen Erdcontainer beim Unternehmen Marc Rehm Baumpflege im Pfinztaler Ortsteil Berghausen eingepflanzt.

Die Zitterpappel, auch bekannt als Aspe oder Espe, verfügt über ein breites ökologisches Spektrum und ist für viele Tiere und Pflanzen von großer Bedeutung. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle, Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz, und viele Singvögel finden hier Nahrung. Sie erreicht Höhen bis zu 30 Meter und wird in etwa 70 bis 90 Jahre alt. Ihren Namen verdankt die Zitterpappel den charakteristischen Blättern: Diese sitzen an langen, abgeflachten Stielen und beginnen schon bei leichtem Wind zu „zittern“ – daher auch der bekannte Ausspruch „Zittern wie Espenlaub“.

Auch für den Menschen war und ist die Zitterpappel von Bedeutung. Ihr Holz ist hell, leicht und gut zu bearbeiten – ideal für Zündhölzer, Sperrholz, leichte Möbel oder die Papierproduktion. In früheren Zeiten nutzte man junge Blätter als Zutat für Salate oder fermentierte sie als Vitamin-C-reichen Ersatz für Sauerkraut. Die Rinde enthält Salicylate, die traditionell gegen Fieber, Schmerzen und rheumatische Beschwerden verwendet wurden.

In der Forstwirtschaft spielt die Zitterpappel eine wichtige Rolle, weil sie als Pionierbaum karge Flächen schnell begrünt, den Boden verbessert und die Biodiversität fördert. Ihr schlanker Wuchs und die leuchtend gelbe Herbstfärbung machen sie außerdem zu einem beliebten Zier- und Alleebaum. In offenen Agrarlandschaften wird sie gerne gepflanzt, um Winderosion zu verringern.

Mit der Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 steht eine Baumart im Mittelpunkt, die auf vielfältige Weise unser Ökosystem bereichert. Ihr lebendiges Spiel im Wind erinnert uns daran, dass Bäume mehr sind als bloße Landschaftselemente – sie sind ein wichtiger Teil der Natur, den es zu bewahren gilt.