Auch wenn die große Hitzewelle vorerst hinter uns liegt, und der richtige Umgang mit klimatischen Extremsituationen größtenteils bekannt ist, hat die Gemeinde Pfinztal noch einige ergänzende allgemeine Hinweise zum Umgang mit der Sommerhitze für Sie zusammengestellt:

Bitte achten Sie auf Ihre Nachbarn

Das Gesundheitsamt Karlsruhe weist darauf hin, dass insbesondere die fehlende nächtliche Abkühlung mit konstant tropischen Nächten über 20 °C der Grund dafür war, dass nachweislich viele alte Menschen im Hitzesommer 2003 in Mitteleuropa an den Folgen einer Hyperthermie gestorben sind. Insbesondere die Bettlägerigkeit alter Menschen in schlecht klimatisierten Wohnungen hat sich als Risikofaktor erwiesen, an Hyperthermie zu erkranken.

Daher sollte während einer Hitzeperiode einerseits unbedingt auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden und andererseits alles unternommen werden, um die Raumtemperaturen nicht zu sehr ansteigen zu lassen.

Das Gesundheitsamt appelliert in diesem Zusammenhang nicht nur an professionell Pflegende und Angehörige, sondern auch an Nachbarinnen und Nachbarn, sich um alleinstehende immobile Menschen zu kümmern und aufmerksam zu sein, wo Hilfe gebraucht wird.

Maßnahmen für Wildtiere und Gartenpflanzen

Die Bedingungen für zahlreiche Tiere und Pflanzen werden bei der Hitze immer schwieriger. Der Naturschutzbund Baden-Württemberg kurz NABU, sieht daher auch Handlungsbedarf direkt vor der eigenen Haustür.

Wildtiere in der Stadt haben es aktuell oft schwer, Wasser zum Trinken oder für die Gefiederpflege zu finden. Saubere und sichere Bade- und Trinkstellen sind bei der Hitze aber überlebenswichtig für viele Tiere.

Der NABU rät, eine Vogeltränke und ein Vogelbad im eigenen Garten oder auf dem Balkon aufzustellen. Diese helfen nicht nur Vögeln, sondern auch Igel, Eichhörnchen, Eidechsen und Insekten. Beachten sollte man, dass die Tränke am Rand flach und der Boden rau ist, damit die Vögel genügend Halt finden. Außerdem muss bei hohen Temperaturen das Wasser täglich gewechselt werden, um Keimbildung zu vermeiden. Auch Pflanzen brauchen jetzt genügend Wasser. Gießen sollte man allerdings lieber frühmorgens oder abends.

Verhaltensregeln zur Erholung im Wald

Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg weist darauf hin, dass die Waldbrandgefahr im Land hoch ist. Daher ist ein besonders umsichtiges Verhalten im Wald sehr wichtig. Folgende Verhaltensregeln gelten:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss grundsätzlich mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.
  • Stellen Sie das Auto nicht auf ausgetrockneten Flächen ab
  • Denken Sie an die Waldtiere, die momentan mit der Aufzucht des Nachwuchses beschäftigt sind, und nehmen Sie ihren Vierbeiner am besten an die Leine.