„United Goals“ – unter diesem Motto stand das Julius-Hirsch-Eventwochenende für Vielfalt und Toleranz, das am Samstag, den 20.06.26, am Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal stattfand. Das Wortspiel des Mottos verweist sowohl auf gemeinsame Ziele als auch auf Tore im Fußball und brachte damit die zentrale Botschaft der Veranstaltung auf den Punkt: Sport, Musik und Theater verbinden Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder kulturellem Hintergrund.

 

Die Veranstaltung, die von den TeilnehmerInnen des Seminarkurses „Julius-Hirsch-Event-Box“ mit ihrem Lehrer Axel Weinbrecht sowie der Schülermitverantwortung (SMV) unter der Leitung von Andische Schabani und Maxine Enderich geplant und organisiert worden war, begann mit einer feierlichen Eröffnung. Nach einer beeindruckenden Darbietung des Zirkus Makkaroni wurden die Gäste begrüßt: Aus Frankfurt angereist waren Laura Pollack und Claudius Wentz vom Deutschen Fußball-Bund, aus München durften Stefan Lenz, Vorsitzender des Vereins „FC Mainaustraße“, und seine Ehefrau begrüßt werden. Gemeinsam mit dem Seminarkurs des Ludwig-Marum-Gymnasiums gehörten letztgenannte zu den Preisträgern des Julius-Hirsch-Preises des DFB 2025. Besonders erfreulich war auch der Besuch einer Schülergruppe der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Handel Hamburg-Mitte. Zehn SchülerInnen waren gemeinsam mit ihren Lehrkräften Friederike Bolte und Martin Karacony nach Pfinztal gekommen. Die Schule prüft derzeit die Umbenennung in „Julius-Hirsch-Schule“ und nutzte die Veranstaltung zum Austausch und zur Inspiration. Darüber hinaus waren VertreterInnen des KSC-Fanclubs „Blau-Weiß statt Braun“, Träger des Julius-Hirsch-Preises 2024, vor Ort. Sie übernahmen im Anschluss an die Eröffnungsfeier die Moderation des Fußballturniers. Ebenfalls unter den Gästen waren Thomas Rössler vom Badischen Fußballverband sowie Pfinztals Bürgermeisterin Nicola Bodner, die auch Schulpatin im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist.
Höhepunkt der Eröffnungsfeier war die Einweihung der neuen Dauerausstellung „Julius Hirsch“ in der gleichnamigen Sporthalle des Schulgeländes. Die Ausstellung wird künftig auch für externe BesucherInnen zugänglich sein. Nähere Informationen zu den Öffnungszeiten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

 

Im Anschluss begann das vielfältige Tagesprogramm. Im Stadion wurde ein Fußballturnier ausgetragen, bei welchem SchülerInnen wie Lehrkräfte trotz hochsommerlicher Temperaturen viel Spaß am gemeinsamen Spiel hatten – motiviert und angeheizt vom KSC-Fanclub „Blau-Weiß statt Braun“. Auf dem Roten Platz konnte beim Paralympics-Parcours und Blindenfußball auf anschauliche Weise nachvollzogen werden, welche Herausforderungen die Sportausübung mit körperlichen Beeinträchtigungen mit sich bringt. Auch kulturell hatte der Tag viel zu bieten. Das Streichorchester und die Big Band des Ludwig-Marum-Gymnasiums sorgten für musikalische Unterhaltung vom Feinsten, während die Theater-AG das Publikum mit ihrer Schauspielfreude begeisterte. Die jungen TänzerInnen von Marys Dance Loft beeindruckten mit Bewegungstalent und mitreißenden Choreographien, das Vokalensemble Square Sounds mit A-cappella-Klängen. Für das leibliche Wohl sorgte der FC Viktoria, während die Jahrgangsstufe 1 die Getränkeversorgung übernahm und auf diese Weise schon einmal ein wenig Geld für die Abikasse sammeln konnte. Auf dem gesamten Schulgelände luden zahlreiche von der SMV organisierte Mitmachangebote zum Entdecken ein. Beispielsweise führte eine QR-Code-Rallye die BesucherInnen zu verschiedenen Stationen – darunter selbstverständlich auch die neue Julius-Hirsch-Ausstellung. Bis in den Abend hinein sorgten verschiedene Bands aus der Region für beste Unterhaltung. Wenngleich sich nicht allzu viele Menschen bei der enormen Hitze vor die Tür gewagt hatten, war die positive Stimmung auf dem Festgelände deutlich spürbar und das Engagement der SchülerInnen offenkundig. Begegnungen zu schaffen und die verbindende Kraft von Sport, Musik und Theater aufzuzeigen – das ist mit dem Julius-Hirsch-Eventwochenende jedenfalls gelungen.

 

Sylvia Silvery