Einrichtung von Erinnerungsgärten auf den Pfinztaler Friedhöfen

Der Gemeinderat hat die Einrichtung sogenannter „Erinnerungsgärten“ auf den Pfinztaler Friedhöfen beraten. Ziel ist es, zusätzliche moderne und würdige Bestattungsmöglichkeiten zu schaffen und die Friedhöfe zugleich als Orte der Begegnung und Ruhe weiterzuentwickeln.

Geplant sind neue gärtnergepflegte Grabfelder in den Ortsteilen Berghausen, Kleinsteinbach und Wöschbach. Die Anlagen sollen sowohl für Sarg- als auch für Urnenbestattungen genutzt werden können. Die Pflege der Grabfelder soll dauerhaft durch Fachbetriebe übernommen werden.

Mit der Umsetzung soll zunächst in Berghausen begonnen werden. Anschließend folgen Kleinsteinbach und Wöschbach. Auch für den Friedhof Söllingen soll geprüft werden, wie das bestehende gärtnergepflegte Grabfeld erweitert oder angepasst werden kann.

Darüber hinaus wird die Friedhofsatzung der Gemeinde an die neuen Bestattungsformen angepasst. Dabei geht es unter anderem um Regelungen zu Ruhezeiten, Grabgrößen und Grabarten.

Die Kosten für die Umsetzung sind in den kommenden Jahren im Haushalt eingeplant.

Der Gemeinderat stimmte den vorgestellten Entwurfsplanungen, mit Ausnahme von zwei Gegenstimmen, zu.

 

Energie-Spar-Contracting kommunaler Gebäude

In der Sitzung wurde über die Einführung eines sogenannten Energie-Spar-Contractings (ESC) für kommunale Gebäude beraten. Ziel des Projekts ist es, den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen der gemeindeeigenen Gebäude langfristig nacheinander zu senken sowie veraltete Heizungs-, Steuerungs- und Beleuchtungsanlagen zu modernisieren.

Viele technische Anlagen in den kommunalen Gebäuden sind veraltet und verursachen hohe Energie- und Betriebskosten. Im Rahmen des Energie-Spar-Contractings soll ein externer Fachbetrieb Maßnahmen zur Energieeinsparung planen, finanzieren und umsetzen. Die Investitionen werden anschließend über die erzielten Energieeinsparungen refinanziert. Werden die vereinbarten Einsparziele nicht erreicht, trägt der Contractor das wirtschaftliche Risiko.

Geplant sind unter anderem die Modernisierung von Heizungs- und Steuerungsanlagen, der Ausbau moderner Gebäudeleittechnik, die Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtung, energetische Verbesserungen an Gebäudehüllen, sowie der Ausbau von Photovoltaikanlagen.

Die Maßnahmen sollen zunächst in einem ersten Gebäudepool umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Rathäuser, Feuerwehrhäuser, Schulen, Hallen und weitere öffentliche Gebäude in Kleinsteinbach, Söllingen und Wöschbach.

Für das Projekt sind Investitionen von rund 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen 1,1 Millionen Euro auf einen Baukostenzuschuss der Gemeinde sowie weitere Mittel aus Förderprogrammen und den garantierten Einsparungen des Contractors. Zusätzliche Fördermittel sollen ebenfalls beantragt werden.

Die Ausschreibung des Projekts soll im Jahr 2026 erfolgen. Die eigentlichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen könnten ab 2027 beginnen. Die Vertragslaufzeit des Energie-Spar-Contractings ist bis etwa 2040 vorgesehen.

Mit dem Projekt verfolgt die Gemeinde insbesondere die Ziele der Energieeinsparung, der CO₂-Reduktion, der Modernisierung kommunaler Gebäude und einer langfristigen Entlastung des Haushalts durch geringere Energiekosten.

Der Gemeinderat stimmte der Beauftragung der Verwaltung, den Vertrag für das Energie-Spar-Contracting zu unterschreiben und alle weiteren notwendigen Maßnahmen zur Einführung in die Wege zu leiten, mit Ausnahme von zwei Gegenstimmen zu.

 

Risikobewertung der Wasserschutzgebiete

Der Gemeinderat wurde über die Risikobewertung der Trinkwasserschutzgebiete „Dammreetz“ in Söllingen und „Heiligenbrunnen“ in Wöschbach informiert. Hintergrund ist eine neue gesetzliche Vorgabe aus der Trinkwassereinzugsgebietsverordnung von 2023, nach der Wasserversorger erstmals eine systematische Risikoanalyse ihrer Trinkwassereinzugsgebiete durchführen müssen.

Ziel der Untersuchung ist es, mögliche Gefährdungen für die Trinkwasserversorgung frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dabei wurden unter anderem die geologischen Bedingungen, die Flächennutzung sowie potenzielle Belastungsquellen innerhalb der Schutzgebiete untersucht.

Die Verwaltung wurde einstimmig durch das Gremium beauftragt, ein hydrologisches Gutachten vorzubereiten. Ziel ist es, die tatsächlichen Einzugsgebiete fachlich genau bestimmen zu lassen und die Wasserschutzgebiete entsprechend anzupassen. Damit soll die langfristige Sicherung der Trinkwasserressourcen in Pfinztal verbessert werden.