Am Montag, 30. März 2026, fand erstmals eine gemeinsame Sonderkontrolle gegen illegale Sperrmüllsammler im Dienstbezirk des Polizeireviers Karlsruhe-Durlach statt.
Die Kontrolle wurde auf Anfrage der Gemeinde Pfinztal in enger Zusammenarbeit mit der Polizei sowie dem Landratsamt Karlsruhe in Pfinztal durchgeführt. Eine stationäre Kontrollstelle wurde hierfür in der Zeit von 14:30 Uhr bis 20:30 Uhr auf dem Gelände des Pfinztaler Bauhofs eingerichtet.
Anlass für diese erstmalig durchgeführte Kontrollaktion waren unter anderem zahlreiche Bürgerbeschwerden über unerlaubte Sperrmüllsammlungen innerhalb der Gemeinde.
Zeitgleich standen in den Ortsteilen Berghausen, Wöschbach und Kleinsteinbach Sperrmülltermine an. Erfahrungsgemäß nutzen organisierte Personengruppierungen solche Termine, um Wertstoffe aus bereitgestelltem Sperrmüll zu entnehmen und anschließend gewinnorientiert weiterzuveräußern.
An der Aktion waren Mitarbeitende mehrerer Behörden beteiligt:
Einsatzkräfte der Polizei, Mitarbeitende des Landratsamts Karlsruhe (Amts für Umwelt und Arbeitsschutz, Abfallwirtschaftsbetrieb) sowie die Ortspolizeibehörde der Gemeinde Pfinztal arbeiteten Hand in Hand.
Die untere Abfallbehörde stellte drei Container bereit, getrennt nach Metall, Elektroschrott und sonstigem Sperrmüll. Fahrzeuge, bei denen der Verdacht einer unerlaubten Sammlung bestand, wurden gezielt überprüft.
Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte acht Fahrzeuge und 15 Personen. Bei sechs Fahrzeugen wurde unrechtmäßig eingesammelter Sperrmüll festgestellt. Die jeweiligen Fahrer mussten ihre komplette Ladung vor Ort in die bereitgestellten Container entladen. Zusätzlich überprüften die Einsatzkräfte die Verkehrssicherheit der kontrollierten Fahrzeuge.
Bei Personen ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. Bei fünf Verstößen wurden somit 1.700 Euro fällig. Bei einer Person mit deutschem Wohnsitz wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
„Wichtig ist, dass überhaupt gehandelt wird. Wie erfolgreich die Maßnahme ist, steht an zweiter Stelle. Denn der erhebliche personelle Aufwand hinter solchen Sonderkontrollen muss ebenfalls berücksichtigt werden. Nicht jede Maßnahme kann unmittelbar umgesetzt werden, auch wenn der Wunsch aus der Bürgerschaft besteht. Mit der heutigen Kontrolle wurde ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht“, so Danielle Klingler, Leiterin des Sachgebiets Öffentliche Ordnung der Gemeinde.
Weitere Kontrollen dieser Art sind künftig nicht ausgeschlossen.
