Rückblick auf den Vortragsabend mit Dr. Matthias Vollat und Aufruf zur Mitgestaltung
Wie sieht der öffentliche Nahverkehr der Zukunft aus, der die Brücke zwischen dem ländlichen Raum und der Stadt schlägt? Am 18. Dezember 2025 erhielten die Bürgerinnen und Bürger in Pfinztal hierauf eine spannende Antwort. Dr. Matthias Vollat vom Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) am KIT präsentierte das Forschungsprojekt „Country-to-City Bridge“ (C2CBridge).
Ein tiefer Einblick in komplexe Technik
Der Vortrag stieß auf enorme Resonanz. Dr. Vollat gelang es, die hochkomplexe Materie – von autonomem Fahren bis hin zur Vernetzung – verständlich und greifbar zu machen. Im Kern geht es um autonome Ruf-Sammeltaxis, die flexibel wie ein Pkw agieren, sich aber bei der Fahrt in die Stadt zu effizienten Verbünden (sogenannten „Platoons“) zusammenschließen können.
Besonders fasziniert zeigten sich die Anwesenden von den Details zur Innenraumgestaltung: So wird beispielsweise an einem KI-gestützten Infrarotsystem gearbeitet, das die „Wohlfühltemperatur“ der Fahrgäste individuell erkennt und anpasst. Die Tiefe des Einblicks sorgte dafür, dass die Diskussionen nach dem offiziellen Ende noch lange bis in den Abend hinein anhielten – sowohl im Plenum als auch im direkten Austausch mit dem Referenten.
Ihre Meinung ist gefragt: Werden Sie Mitentwickler!
Das wichtigste Anliegen des Projekts ist jedoch die Nutzerzentrierung. Technik ist nur dann sinnvoll, wenn sie den Alltag der Menschen verbessert. Deshalb möchte das Team um Dr. Vollat die Pfinztalerinnen und Pfinztaler in Kooperation mit dem AK-Mobilität aktiv in den Entwicklungsprozess einbinden.
Das Ziel von C2CBridge ist es, eine echte Alternative zum eigenen Auto zu schaffen, die Wartezeiten in Städten auf unter fünf Minuten senkt und gleichzeitig den ländlichen Raum optimal anbindet. Doch damit das gelingt, müssen wir wissen:
- Unter welchen Bedingungen wären Sie bereit, ein solches autonomes Sammeltaxi zu nutzen? Was würde Ihnen den Umstieg vom eigenen Pkw erleichtern?
Mithilfe moderner Visualisierungen können Bürger das System bereits erleben, bevor die physischen Fahrzeuge auf der Straße stehen. Wir laden Sie herzlich ein, die Mobilität in unserer Gemeinde und darüber hinaus mitzugestalten.
Kontakt & Beteiligung: Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich direkt an das Projektteam wenden oder online informieren:
- Ansprechpartner: AK-Mobilität und Dr. Matthias Vollat (KIT)
- E-Mail: arbeitskreis_mobilitaet@gemeinde-pfinztal.de; matthias.vollat@kit.edu
- Webseite: kamo.one/c2c-bridge/
Nutzen Sie die Chance, Pfinztal als Modellregion für nachhaltige und intelligente Mobilität voranzubringen!