In Zusammenarbeit mit der EnBW führte die Gemeinde weitere Krisenübungen durch
Die Gemeinde Pfinztal intensiviert ihre Vorbereitungen auf mögliche Krisensituationen. In enger Kooperation mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG führte die Gemeinde Pfinztal kürzlich ihre zweite Stabsrahmenübung durch. Ziel der Übung war es, noch besser auf potenzielle Krisen vorbereitet zu sein, Strategien zur Krisenbewältigung weiter zu optimieren und die Handlungsfähigkeit im Ernstfall zu stärken. Solche Prozesse zu üben, gewinnt angesichts der zunehmenden Schadensereignisse und auch der geopolitischen Lage zusätzliche Bedeutung.
Im Rahmen der Übung hat sich das Krisenstabsteam um Bürgermeisterin Nicola Bodner verschiedenen fiktiven Bedrohungslagen und Szenarien gestellt. Es galt, realitätsnahe Lösungsansätze für den Krisenfall zu entwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb des Krisenstabs zu festigen. Dabei ist jedem Mitglied des Stabs gemäß der Stabsordnung eine klare Aufgabe zugewiesen, die unabhängig von der regulären Funktion im Rathaus bekannt sein und geübt werden muss.
Die Stabsrahmenübung baut auf dem bereits erarbeiteten Krisenmanagement-Konzept und dem Handbuch auf, welches die Gemeinde Pfinztal in Zusammenarbeit mit der EnBW entwickelt hat. Auch die Erkenntnisse aus der ersten Übung flossen mit in das Übungsprozedere ein. „Im Krisenfall müssen wir schnell und professionell handeln. Dies ist nicht nur unsere Pflicht, sondern auch der Anspruch der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfinztal. Die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen aufrechtzuerhalten, hat höchste Priorität. Mit der erneuten Übung haben wir den nächsten Schritt gemacht, um die Abläufe in der Praxis weiter zu professionalisieren und eine gewisse ‚Routine‘ zu entwickeln“, betonte Bürgermeisterin Bodner.
„Die Stabsrahmenübung hat uns wieder wertvolle Einblicke in die Dynamik und die spezifischen Anforderungen der Krisenstabsarbeit gegeben. Wir konnten unser Krisenhandbuch direkt in der Praxis testen und weitere wichtige Erkenntnisse für zukünftige Szenarien gewinnen“, so Hauptamtsleiter Christian Bauer. „Die Erfahrungen vergangener Ereignisse, wie beispielsweise extreme Wetterlagen und die aktuelle kosmopolitische Lage, unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden Krisenvorsorge. Regelmäßige Schulungen und Übungen sind daher unerlässlich, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können“, erläutert Bauer weiter.
„Eine fundierte Vorbereitung ist das A und O im kommunalen Krisenmanagement“, erklärt Margot Fritz, Krisenexpertin im kommunalen Krisenmanagement der EnBW. „Krisen treten oft unerwartet auf und erfordern ein schnelles und professionelles Vorgehen der Kommune. Durch geübte Abläufe und Prozesse gewinnt der Krisenstab an Routine und Sicherheit. Wir freuen uns, die Gemeinde Pfinztal mit unserem Know-how in dieser wichtigen Aufgabe weiter unterstützen zu können.“
Auch wenn die Gemeinde Pfinztal hofft, von tatsächlichen Krisen verschont zu bleiben, sieht Bürgermeisterin Nicola Bodner die Vorbereitung auf mögliche Krisen als unverzichtbar an: „Diese Übung hat unsere Sicherheit im Umgang mit Extremsituationen weiter gestärkt. Wir werden unsere Anstrengungen im Bereich der Krisenprävention kontinuierlich fortsetzen, um unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen.“