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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Do. 06.09.18 , gültig bis Mi. 12.09.18

Industrie trifft Romantik - Fotos von Dampflokomotiven in chinesischen Kohleabbaugebieten

Nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben mit Kohle geheizte Lokomotiven. Mancherorts fahren sie noch in Deutschland, jedoch nur als Freizeitvergnügen. Wer die Stahlkolosse bei der Arbeit im Alltag erleben möchte, muss eine weite Reise, zum Beispiel in die Volksrepublik China machen.

Peter Markert aus Söllingen, ein fanatischer Eisenbahnfreund und Sprecher der Fotogruppe Pfinztal, hat den Trip gewagt. Seine im Reich der Mitte gemachten Fotos hat er unter den Titel „Faszination Dampflok – Kohle, Dampf und Schwerstarbeit in Chinas Industriegebieten“ gestellt. Mit einer Auswahl von 32 Aufnahmen setzt er die Reihe „Kunst im Rathaus“ fort.

Die beiden letzten Steinkohlereviere Chinas befinden sich Sandoaling im uigurischen autonomen Gebiet Xinjiang und in Fuxin in der nordchinesischen Provinz Liaoning. Sind es bis Sandoaling bereits rund 6 200 Kilometer, trennen die beiden Kohlereviere weitere rund 1 800 Kilometer. „Die Reise war ein kleines Abenteuer einschließlich diverser Verrücktheiten, aber spannend“, berichtete Peter Markert bei der Vernissage vor einer großen Dampfeisenbahn-Fan-Gemeinde. Nach 36 Stunden war Sandaoling der letzte Hotspot der Dampfatttraktion mit bis zehn Lokomotiven täglich unter Dampf erreicht. „Elefantenparade“ lautete das Foto der mit bis 2 200 Pferdestärken ausgestatteten Giganten, die als Kohlezüge im Tagebau in einer mondartigen Landschaft eingesetzt werden. Es gab sehr viel zu sehen und zu fotografieren, rund um die Uhr, bei nächtlichen Temperaturen bis zehn Grad minus. Von Langeweile gab es keine Spur, was Fotos wie „Nachtschicht“ oder „Blaue Stunde“ zeigen. Überhaupt, so Markert, habe er wie die übrigen der Reisegruppe seine Fotos mit Leidenschaft geschossen und sei zufrieden mit dem Ergebnis, auch mit Sequenzen wie „Signalwärterhaus“ oder „Weichenstellerhaus“. Das Schienennetz der Kohlezüge umfasst rund 30 Kilometer. Das Hauptmotive im Kohlerevier Fuxin in Nordostchina war neben den Lokomotiven der gewaltige Abraumberg mit Blick über die Zwei-Millionen-Stadt, festgehalten in Motiven wie „Loks im Stadtzentrum “, „Industrie trifft Stadt“ oder „Industrie trifft Romantik“. Mit den Besuchern im Rathaus war Bürgermeisterin Nicola Bodner der Meinung, dass „Mit Faszination Dampflok“ ein besonderes Erlebnis gezeigt werde, das eigentlich Klein und Groß, Jung und Alt ansprechen sollte. Doch vor dem Verschwinden dampfbetriebener Züge aus dem Alltag schließt auch der 64-jährige Peter Markert nicht die Augen, wie das Foto-Triptychon: „Lok-Silhouette “, „Lok-Hebebühne“ und „Adieu Dampflok“ zeigt.

Die Ausstellung ist bis 31. Dezember während der Öffnungszeiten des Rathauses, Hauptstraße 70 in Söllingen, zu sehen. Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr und Montagmittag von 13.30 bis 18 Uhr. Eine Führung mit Peter Markert ist für den 24. Oktober terminiert. Infos bei Peter Markert, Telefon 07240 206576 oder 0176 41073573





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