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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 26.07.18 , gültig bis Do. 02.08.18

„Spannender Prozess“ zur Weiterentwicklung der Kommune

Auftaktveranstaltung für „Pfinztal 2035“: Bürgerschaft für Ideen gewinnen

Einen informativen und geselligen Abend in der Räuchle-Halle hatte die Gemeindeverwaltung bei ihrer Einladung zur ersten öffentlichen Beschäftigung mit dem Zukunftskonzept „Gemeindeentwicklungsplan“ versprochen.

Beides wurde eingehalten; der Besuch war trotz der hohen Temperaturen beachtlich. Gut 100 Gäste zeigten Interesse an der Einführung zur Zukunftsentwicklung der Gemeinde. Für die Entscheidungsträger wie für die Bürgerschaft wurde „Pfinztal 2035: Zukunft gemeinsam gestalten“ ins Blickfeld gerückt.

Nach einem flotten musikalischen Auftakt durch den Musikverein Söllingen – später gehörte auch das Badnerlied zu seinem Repertoire und eine Sprungtruppe mit dem Trampolin gewann Sympathien für die TG Söllingen – wies Bürgermeisterin Nicola Bodner einleitend auf die Vorgeschichte hin. Seit 1996 habe es einen Gemeindeentwicklungsplan gegeben, von dem inzwischen vieles umgesetzt worden sei. Dazu habe man zusammen mit einer Studentengruppe 2011 neue Ideen entworfen, von denen aber nicht alle verwirklicht wurden. Nun stehe man heute vor der Frage „Welche Gemeinde wollen wir in eineinhalb Jahrzehnten sein?“ Ziel müsse eine Zukunft gerichtete und nachhaltige Stärkung und Weiterentwicklung der Kommune sein. Bei dem „spannenden Prozess“ der Planung soll neben den Gemeindegremien als neue Komponente die Bürgerschaft mit ihren Vorschlägen stark mit einbezogen werden. Man gebe sich einen Zeitrahmen von einem Jahr; im Herbst sollen in jedem Ortsteil weitere Informationsveranstaltungen stattfinden. Für die Planung habe man sich das kompetente Beratungsunternehmen und Institut für Marketing und Kommunalentwicklung imakomm AKADEMIE Gmbh mit Sitz in Aalen und Stuttgart ins Boot geholt.

Von diesem erläuterte Elias Henrich, unterstützt von Laura Dierks und Aaron Brendle, die Überlegungen. Die Gemeinde soll für alle Zielgruppen lebenswert gestaltet werden. 

Ein „roter Faden“ soll entstehen, alles ganzheitlich betrachtet werden. Es gehe um Bereiche wie Städtebauliches, Verkehr, Freizeit oder Kultur. Es gelte auch, generelle Trends wie Digitalisierung, Online-Handel, veränderte Mobilitätsformen oder den demographischen Wandel zu beachten. Zur Analyse „von außen“ sei die Meinung „von innen“ von Gremien, Bürgern, Vereinen und Betrieben gefragt. Es sollen klare Schwerpunkte definiert, dann Themenfelder bestimmt und diese mit Zielen hinterlegt werden. Ab sofort werde ein Online-Briefkasten bei der Gemeinde eingerichtet; auch die Jugend soll mit ihren Ideen eingebunden, Workshops angeboten werden. Ein Bürger gab zu bedenken, dass bei der klammen Kassenlage der Kommune Forderungen realistisch bleiben müssten.

 

In der Halle waren Stationen zum Informieren (Präsentation von Planungen in anderen Kommunen) und zum Einbringen erster Ideen aufgebaut. Hiervon machten zahlreiche Bürger bereits ausführlich Gebrauch. Großformatige Pläne der vier Ortsteile gaben Orientierungsstützen. Hier ein kleiner Auszug der Vorschläge: „Kein Ortsteildenken!“ wurde angemahnt. Die Lösung der Verkehrsproblematiken wird als vordringlich angesehen. Bezahlbare Sozialwohnungen, alternative Wohnformen, altenbetreutes Wohnen in allen Ortsteilen, ein drittes Bahngleis bis Remchingen, Pfinzufer innerörtlich nutzbar machen, intergenerative Begegnungsstätten schaffen, Einrichtung einer Kleinkunstbühne, Überleben von Vereinen notfalls durch überörtliche Kooperationen sichern, Beleuchtung an zwischenörtlichen Radwegen einrichten, konsequente Barrierefreiheit, Einkaufsmöglichkeiten für ältere Menschen, insektenfreundliche Gestaltung der Gemeinde, Schaffung neuer Gewerbegebiete, Sanierung von Plätzen und Hallen = eine bereits reichlich ausgestattete Ideenpalette kam schon zusammen. „Bleiben Sie dem Prozess treu“, wünschten sich die Planer zum Abschluss.

Text: Karl-Heinz Wenz





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