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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 04.07.18 , gültig bis Mi. 11.07.18

Flüchtlingshilfe Pfinztal

„Muslime in der Nachbarschaft“

Themenabend sollte aufklären und verbinden

Anmerkungen und Fragen ergänzten den interkulturellen Themenabend „Muslime in unserer Nachbarschaft“ der aufklären und verbinden sollte. Initiiert vom Netzwerk Flüchtlingshilfe Pfinztal und dem bei der Kommune als Intergrationsmanager tätigen Philipp Hund ging der Aussprache zu Erlebnissen des Alltags der Vortrag von Martin Klein voraus. Der Beauftragte für Flucht und Migration beim Evangelischen Kirchenbezirk Karlsruhe-Land hatte sich viele Gedanken zu „Wie sehen wir den Islam aus christlicher Sicht“ gemacht und als Power-Point-Präsentation dargestellt. In der Gemeinde Pfinztal ist man gerade dabei, die Flüchtlingshilfe aus ehrenamtlich tätigen Bürgern neu aufzustellen und zu koordinieren. Aktuell war auch die Meldung dass die Gemeinschaftsunterkunft (GU) zur Erstaufnahme der Flüchtlinge in der Jöhlinger Straße in Berghausen (am Ortsausgang in Richtung Jöhlingen) jetzt geschlossen wurde und die letzten Bewohner in die Anschlussunterbringung übersiedelten. Also sollte von diesem Abend ein gewisser Neuanfang unter dem Dach von „Nachbarschaft ist immer irgendwo“ im evangelischen Gemeindezentrum in Berghausen ausgehen. Die Besucher jedenfalls zeigten sich gerüstet wie die überwiegend mit Ja beantworteten Aussagen „Ich habe mich mit dem schon viel mit dem Islam beschäftigt.“ - „Ich kenne Muslime persönlich.“ - „Irgendwie glauben Christen und Muslime an denselben Gott.“ zeigten, während „Ich fürchte mich vor zuviel Einfluss des Islams auf die deutsche Gesellschaft.“, ein Nein erhielt. Flüchtlinge, Integration und Islam seien mit Vorurteilen behaftete Dauerbrenner, hieß es. Grundlegendes zum Islam und dessen religiöser Praxis verknüpfte Martin Klein mit einer gängigen Verallgemeinerung, die jedoch aus christlicher wie islamischer Sicht differenziert gesehen werden müsse. Gleichzeitig warb der Pfarrer für Freiheit ohne Rahmenbedingungen umso von anderen Kulturen lernen zu können. Dabei gelte es im Bewusstsein der eigenen christlichen Identität Begegnungen mit Respekt auf Augenhöhe und mit Nächstenliebe zu erfahren. Und fügte Klein bedeutsam hinzu, dabei dem Anderen einen Vorschuss gewähren und sprichwörtlich in Vorleistung gehen. Deutlich wurde bei der Aussprache, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Unsicherheiten zu überwinden, aufeinander zu gehen und voneinander profitieren notwendig sind. Als wichtiger kultureller Aspekt wurde das Essen genannt, sich darauf einlassen und Interesse zeigen. Generell aber gelte den Flüchtlingen Zeit lassen, die eigene Erwartungshaltung dämpfen und die Integration auch mit einem Schuss Humor verknüpfen.

In Berghausen: Martin Klein, Migrationsbeauftragter beim Evangelischen Kirchenbezirk.





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