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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 21.03.18 , gültig bis Mi. 28.03.18

Marlies Blume - „die schwäbische Dialekt-Königin“

Beim Winterzyklus der Veranstaltungsreihe „Kultur im Bürgerhaus“ der Gemeinde Pfinztal setzte Heike Sauer vergangene Woche den Schlusspunkt. Bekannt ist die „schwäbische Dialekt-Königin“ unter ihrem Künstlernamen „Marlies Blume“ und das seit 23 Jahren. Schlüpft sie auf der Bühne in deren Rolle, tut sie das mit allen Sinnen. Gerade ist „Mega Marlies“ mit dem Soloprogramm „Frau und Mann = ?“ und dem Untertitel „Das Adam und Eva Äpfelesprogramm“ unterwegs. Sie kämpft 90 Minuten für die unbedingte Gleichstellung der Geschlechter und gibt Einblick in ihre privaten Feld-, Wald- und Wiesenstudien am lebenden Objekt. Unverblümt offenbart sie große philosophische Gedanken und formuliert alte Fragen neu: Wieso gibt es Rabenmütter, aber keine Rabenväter?

Die zeitliche Nähe zum Weltfrauentag machte die ganze Sache noch einen Tick intensiver, um in punkto „Rollenklischees“ manche vom Staub zu befreien. Zu einer weiblichen Revolution kam es in Söllingen jedoch keinesfalls, wohl aber fielen deutliche Worte von Frau Blume: „Ich will kein Schazi  – die Mischung aus Schaf und Ziege – sein. Marlies Blume will Mann, und davon waren zahlreiche im vollbesetzten Bürgerhaus anwesend, von der Notwendigkeit der Gleichstellung überzeugen. Die sei dann erreicht, wenn in jeder Herrentoilette ein Wickeltisch steht.  Beim Kabarett mit Herz lässt Marlies aus ihrem Inneren alles raus. „Wenns von innen strahlt, darf es auch außen funkeln“ schmettert sie im funkelnden Kleid das Lied „Wie war ich noch gestern, was einmal war ist vorbei, heute fängt mein neues Leben an“.  Blumes Appell: „Wir brauchen eine weibliche Revolution, denn alleine schaffe ich es nicht.“ Im Bürgerhaus wurde der Weckruf verstanden, was viel Applaus und Zugabe-Rufe erkennen ließen.





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