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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 15.11.17 , gültig bis Mi. 22.11.17

Am Martinstag leuchteten traditionsgemäß die Laternen in Pfinztal

Die wohl berühmteste Tat des Martin von Tours, der im 4. Jahrhundert nach Christus lebte, war das Teilen seines Mantels mit einem Bettler. An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens (heute Hauptstadt des französischen Departements Somme in der Region Hauts-de-France) einem unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel hatte Martin nichts bei sich. So teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der Nacht erschien ihm dann im Traum Christus, bekleidet mit einem halben Mantel.

Am Martinstag gab es in Pfinztal die beliebten Martinsumzüge mit bunten, oftmals selbst gefertigten Laternen und am Martinsfeuer wurden die typischen Martinstags-Lieder wie „Ich geh‘ mit meiner Laterne“ „Kommt, wir wollen Laterne laufen“ oder „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ gesungen.

Laternen am Martinstag in Söllingen

Vielerorts wird die Szene bei den Martinsumzügen nachgespielt. So auch in Söllingen, ausgerichtet von der Katholischen Kirchengemeinde. Im Mittelpunkt dabei Mia als Martin, Helena als Bettler und das Island Pferd „Bera“. Mia und „Bera“ hatten auch bereits den langen Zug mit vielen Kindern und ihren Laternen angeführt der sich vom Hof der Grundschule zur Kirche im Oberdorf aufmachte. Schutz und Sicherheit gewährten dabei fünf Aktive der Feuerwehr Söllingen und Uwe Schumacher vom Polizeiposten Pfinztal. Unterwegs machte man Station vor dem Feuerwehrhaus und dem „Haus Bühlblick“ und schließlich im Kirchhof – bei jeweils musikalischer Umrahmung durch ein Ensemble des Posaunenchors Söllingen. Dabei wurden die zum Tag passenden und bekannten Lieder gespielt und mitgesungen. In der Kirche beim Gottesdienst erinnerte Michael Tinkl daran dass der Heilige Martin von Tours ein echter Europäer war: geboren in Ungarn, ausgebildet in Italien, Berufsjahre in Frankreich. Den Schlusspunkt setzte ein Martinsfeuer.

Text und Foto: Emil Ehrler

In Kleinsteinbach feierten die Kindergärten und Grundschule gemeinsam

Der Laternenumzug wurde in Kleinsteinbach wieder als Gemeinschaftsveranstaltung der beiden Kindergärten und der Grundschule Kleinsteinbach durchgeführt. Es war nasskalt und nicht gerade sehr einladend aber die selbstgefertigten Laternen standen im Blickpunkt. Die Grundschulkinder versammelten sich auf dem Schulhof und zogen singend über den Reutweg und die Ochsenstraße Richtung Hagwaldhalle und von dort über die Pfinz zum Festplatz. Erster Treffpunkt für die Kindergartenkinder mit ihren Laternen in Anwesenheit vieler Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunden war bei Einbruch der Dunkelheit der Rokycany-Platz. Nach den Vorträgen machte sich die fröhliche Schar über den Skulpturenweg, über die B 10 hinweg, auf den Weg durch die Siedlung zum Festplatz zwischen Pfinz und Hagwald, wo sie bereits von den rund 60 Grundschülern erwartet wurde. Dort wurde auch gleich das Teilen symbolisch verwirklicht: Nicht der Mantel, wie bei St. Martin, sondern gestiftetes Hefegebäck wurde geteilt. Zum Höhepunkt wurde schließlich für die rund 160-köpfige Kinderschar das Entzünden eines von der Feuerwehr aufgeschichteten Holzstoßes auf dem Platz vor dem Festzelt. Dieses Feuer und der Schein der Laternen erhellten das Areal. Beim gemeinsamen Singen unterstützte ein Bläserensemble des Musikvereins Kleinsteinbach instrumental. Mit Kinderpunsch und Glühwein, dazu heiße Würstchen, gab es zum Abschluss eine willkommene Stärkung durch helfende Hände der beiden Kindergärten.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz

St. Martin in Wöschbach

Nach dem Gottesdienst in der katholischen Kirche wartete bereits St. Martin auf dem Pferd und begleitet vom Musikverein Frohsinn Wöschbach zogen zahlreiche kleine und große Laternenträger zur Grundschule. Dort hatte die Feuerwehr schon das Martinsfeuer entzündet und nachdem alle um das Feuer versammelt waren, wurden gemeinsam die bekannten Martinslieder gesungen. Anschließend gab es für alle Kinder Brezeln. Der Förderverein der Grundschule bewirtete die Gäste mit Kinderpunsch und Glühwein, warmen Wienern, Schmalz- und Quarkbroten.

Text und Foto: Förderverein Grundschule





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