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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 27.09.17 , gültig bis Mi. 04.10.17

Erlebnisraum Pfinztal: Gewannwege-Wanderung Söllingen

Das Evergreen „Und in der Heimat ist es doch am Schönsten“ hat Gültigkeit. Dieser einhelligen Meinung waren die Teilnehmer der „Söllinger Gewannwege-Wanderung“ beim Abschluss im Lehrgarten des Obst- Wein- und Gartenbauvereins (OWGV) im Gewann „Hof“. Gerade hatten sie am frühherbstlichen Nachmittag bei Sonnenschein und 20 Grad Lufttemperatur eine fünf Kilometer Route durch die Fluren des Pfinztaldorfs gemacht. Während des dreistündigen Spaziergangs wurde das Söllinger Ortswissen merklich erweitert, dank Volker Schrimm. Der ambitionierte Heimatkundler weiß viel von seinem Heimatdorf und seiner inzwischen 932-jährigen Ortsgeschichte, das auf seiner Gemarkung über 1.000 Hektar Naturfläche vorweisen kann. Das lässt sich natürlich nicht mit einer Begehung machen, stellte Schrimm seinen Erklärungen voran und bezeichnete die heutige Runde als Gang durch die südliche Hälfte der Gemarkung. Gekennzeichnet von Erhebungen wie Hügenrain, Lerchenberg, Kühbusch, Rotenbusch und Talberg die bis zu 266 Meter über Meereshöhe emporragen. Volker Schrimm verstand es, vergangene Zeiten mit dem Gang durch Feld und Flur zu verknüpfen. Wer auf dem „Ritter“ steht, blickt hinunter ins Tal der Pfinz. Tangiert wurde der „Kleine Wald“, um „Im Bruch“, der Pforte zum „Hirschtal“, eine weitere Station zu machen. Hier ist der sogenannte „Kindles-Brunnen“, der eingezäunt auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins zur Zuchtanlage gehört. Geschichten von dieser sprudelnden Quelle sind bei den Ur-Söllingern erhalten geblieben. Bis ins 19. Jahrhundert holten hier kinderlose Frauen Wasser oder nutzten die Quelle zum Baden. Mit dem Wiesenweg, als Abzweig zum „Beckersgrund/Ettlinger Pfad“, führte der Wanderweg hinauf zu „Flühlos“ und „Burgweg“. Im Gewann „Burgweg“ wähnt man sich auf einer heißen Spur, die bislang unentdeckte Söllinger Burg zu lokalisieren. Vor 645 Jahren wurde „der Verkauf der halben Burg zu Seldingen“ geschrieben. Dass es eine Burg gegeben hat, darauf weisen mehrere Urkunden hin, jedoch schweigen ab Ende des 15. Jahrhunderts die Quellen. Zu „Riß“ und „Rotenbusch“ gab es zu hören, dass in einer Urkunde von 1294 sich der erste Hinweis auf Weinanbau im Pfinztaldorf finden lässt. Und, der Geländeeinschnitt vor dem „Talberg“ ist besser bekannt als „Keschtendeich“, was auf hier gepflanzte Esskastanienbäume den Hinweis gibt.

2017 können Sie noch bei folgenden Veranstaltungen den Erlebnisraum Pfinztal entdecken:

Begleitete Spaziergänge: 28.09., und 23.10., 14.00 Uhr, Parkplatz Mehrer, mit den Naturfreunden Berghausen und dienstags, 10.00 Uhr, Treffpunkt Leerdamplatz, mit dem Seniorenbeirat.

Die Veranstaltung „Mit dem Förster durch den Wald“ findet nun am 13. Oktober (nicht 20. Oktober) statt. Treffpunkt 16.00 Uhr, Naturfreundehaus Söllingen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sonntag, 15. Oktober: Unsere Streuobstwiesen im Herbst. Unterwegs mit dem Obst- und Gartenbauverein Berghausen. Treffpunkt 11.00 Uhr, Parkplatz Kleintierzuchtverein, Dahlienstraße, Berghausen. Abschluss beim Obst- und Gartenbauverein bei Kartoffelfilzel mit Kaut oder Endiviensalat.





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