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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 19.09.17 , gültig bis Mi. 27.09.17

Tradition Kirchweih

Kerwe in Söllingen mit vielen Angeboten und einem verkaufsoffenen Sonntag

Als Brauchtumsfest hat die Kirchweih in Söllingen eine bemerkenswerte Renaissance erfahren. Überall im Ortsetter fanden Aktionen statt. Dazu gehörte u.a. auch ein verkaufsoffener Sonntag. Es war ein festlich-freudiger Kerwetag, der die Besucher bei Sonnenschein und 17 Grad Lufttemperatur lockte. Wer die Kerwe-Palette sehen und dabei sein wollte, der musste gut zu Fuß sein oder konnte die eingesetzten Shuttle-Busse zum Nulltarif nutzen. Dieses Angebot des Gewerbevereins Pfinztal wurde begrüßt und sehr gerne angenommen. Im Dorfzentrum war das Bürgerhaus wieder auf allen vier Stockwerken zugängig. Hier bot sich Gelegenheit, die Gemeindebücherei, das Heimatmuseum sowie das Kunstcafé mit Ausstellung mehrerer Pfinztaler Künstler zu besuchen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand der 86-jährige Karl Mall. Er hatte sich als Fotograf, Komponist, Maler und Musiker einen regionalen Namen gemacht hat. Nach eigener Aussage sei dies sein letzter Auftritt im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Lockten Gaststätten und sonstige Bewirtungsadressen die Älteren, galt das Hauptaugenmerk beim Nachwuchs dem Leerdamplatz mit Karussell, fliegenden „verrückten Früchten“, einem Nussparadies und einer Wurfbude. Glitzertattoos und Schminken bot der Kindergarten „Guter Hirte“ für die Kleinen an. Das Deutsche Rote Kreuz Söllingen sorgte in gewohnter Weise für das leibliche Wohl der vielen Besucher.

Die Ausstellung der Kunstschaffenden und von Karl Mall im Bürgerhaus kann noch bis 15. Oktober 2017 besichtigt werden. Eine Terminvereinbarung ist unter Tel. 0721 463851 möglich. Für Führungen durch die Räume des Heimatvereins können sich Interessenten unter Tel. 07240 4129 anmelden.

Viele Gäste bewunderten am vergangenen Sonntag die Arbeiten des 86-jährigen Karl Mall. Karl Mall war zu Ausstellungsbeginn anwesend und gab seinen Ausstand als renommierter Multi-Hobby-Freizeitkünstler.

 

Zur Kirchweih früher und heute in Kleinsteinbach

„Kirwe“, wie die älteren Kleinsteinbacher noch sagen, war früher – bis in die 1960-er Jahre – ein besonderes Ereignis im Jahreskalender. Die Gaststätten gaben sich besondere Mühe zur Bewirtung der Gäste. Für manche Familie war es der einzige Termin im Jahr, an dem Eltern und Kinder sich gemeinsam einen Gaststättenbesuch leisteten. Eine Besonderheit war, dass die Wirtsfamilien den Besuchern kostenlos selbstgebackenen Kuchen zum Verzehr anboten. Dazu gehörte auch Tanzvergnügen in den vorhandenen „Sälen“ der Lokale. Zwischen dem Gasthaus „Adler“ und dem Bocksbach hatten vor allem Kinder ihren Spaß bei Fahrgeschäften. Mit dem Kettenkarussell und der Schiffschaukel konnten Runden gedreht und „in die Luft geflogen“ werden. Außerdem boten Süßwarenstände allerhand Naschwerk an. Männer nahmen montags häufig einen Urlaubstag; man wollte beim „Saueressen“ mit von der Partie sein. Dies alles gehört in der Zwischenzeit bei der „Kirwe“ in Kleinsteinbach der Vergangenheit an. In den letzten Jahrzehnten waren die noch vorhandenen Geschäfte sonntags geöffnet; auch davon ist im Ort selbst nichts mehr geblieben. Einzig das von der Feuerwehr über das ganze Wochenende veranstaltete „Oktober-Fest“ in und um ihr Gerätehaus in der Bockstalstraße sorgt noch für eine, allerdings etwas andere, Feiernostalgie. Allerhand Schmankerln und entsprechende Getränke stellten die Besucher, darunter mehrere Abordnungen befreundeter Wehren aus der Umgebung, wieder zufrieden. Auch das Hammerwerkcenter im Außenbereich an der Grenze zu Söllingen bot ein gleichnamiges Fest; der dortige Markt mit seinen speziellen Abteilungen und Sondergeschäften war auch am Sonntag geöffnet.

Text: Karl-Heinz Wenz





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