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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 01.08.17 , gültig bis Mi. 09.08.17

Erlebnis Obsthof

Exkursion führt in die Plantagen des Obsthofs Wenz


Ein Besuch beim Obsthof Wenz in Söllingen lohnt sich eigentlich immer. Erst recht aber, weil Besucher des Familienbetriebs im Gewann „Hafengrund“ das zwölf Hektar große Areal mit dem „Obstpflückzügle“ durchstreifen können. So geschehen auch bei der von der Gemeinde Pfinztal initiierten Exkursion „Erlebnisraum Pfinztal – Erlebnis Obsthof“, die großen Zuspruch fand. Das vom Traktor als Lokomotive gezogene „Obstpflückzügle“ war voll besetzt. Am Steuer saß Friedhelm Wenz, der in zweiter Generation den 1956 von den Eltern im Söllinger Ortskern begonnenen landwirtschaftlichen Betrieb 1989 übernahm und zu einem Obsthof entwickelte. 1965 war die Familie an die jetzige Hofstelle gezogen. Bei der von mehreren Stopps unterbrochenen Tour stand der Fachmann Rede und Antwort, machte den Obsthof gläsern. Die anfängliche Information „Früchte naschen fällt heute aus“ überraschte keinesfalls. Hatte doch jeder im eigenen Garten die Folgen der massiven Kaltfront, die in der zweiten Aprilhälfte Deutschland heimsuchte, zu spüren bekommen. Im „Hafengrund“ stehen alle Bäume der verschiedensten Sorten im saftigen Grün des zweiten Triebs. Der Regen der letzten Tage - Wenz registrierte die 70 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter als Segen - tat den Sonderkulturen mit Schwerpunkt Obst spürbar gut. Lediglich die Früchte fehlen. Den Vollerwerbsobstwirt hat die späte und unerwartete Kältewelle hart getroffen. Die als „Schneeblüte“ bezeichnete Vollblüte, die dem Frost vorausging, hatte so Wenz, eine Jahrhunderternte in Aussicht gestellt. Jetzt aber liegt der Schaden bei den Aprikosen, Nektarinen und Pfirsichen bei 100 Prozent, Süßkirschen sind zu 95 Prozent kaputt, bei den Zwetschgen sind es 85 Prozent. Massiv betroffen sind auch Birnen sowie die sieben Hektar mit Äpfeln als der Hauptobstsorte mit bis zu 90 Prozent Ausfall. Allein der Weinbau kam dank später Blüte glimpflicher davon, hier rechnet man mit 40 Prozent Einbuße. „Was ist, kann man nicht ändern“, sagte der Hofbesitzer und blickt hoffnungsvoll auf ein gutes Erntejahr 2018. Bis dahin bestimmen die Pflegemaßnahmen der Kulturen den Alltag. Und was wird dann im hofeigenen Verkaufsladen angeboten? Dank guter Zusammenarbeit versucht man mit Früchten von Obstbaukollegen aus der Region aus späteren Lagen das eigene stark dezimierte Sortiment zu ergänzen. Denn Kundenbindung sei die Maxime und Grundlage, um die Existenz des Hofs und der Mitarbeitern zu gewährleisten, sagte Wenz. Gerade sei man dabei, Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren sowie rote Johannisbeeren zu ernten, die zum Glück überwiegend vom Spätfrost verschont geblieben sind. Auch erste Frühzwetschgen und frühe Apfelsorten kommen gerade in den Verkauf im Hofladen.





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