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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 05.07.17 , gültig bis Mi. 12.07.17

Veranstaltung „Wohnanpassung/Wohnberatung

Am 24.06. luden Seniorenbeirat und Gewerbeverein zu dieser Veranstaltung ein. „Ich möchte gerne solange wie möglich sicher in der eigenen Wohnung leben“. Diesen Wunsch haben vermutlich viele ältere Frauen und Männer. Welche Bedingungen sind dafür nötig, welche Unterstützung und Hilfsmittel braucht es oder welche Baumaßnahmen sind erforderlich? Die Veranstaltung wollte zu diesen Fragen Anregungen geben. Im Vortrag legte der Referent, Fritz Liebersbach, großen Wert auf die kritische Begehung der eigenen Wohnung und des häuslichen Umfeldes. Oft sind Stürze der Beginn der Immobilität. Deshalb war seine Empfehlung, die alltäglichen Stolperfallen wie Schwellen, hochstehende Ecken und Kanten von Teppichen/ Läufern, Telefon- oder Verlängerungskabel, rutschsichere Treppenstufen usw. bewusst zu überprüfen. Sinnvolle Unterstützung können beidseitige Handläufe an Treppen, aber auch festsitzende Haltegriffe im Bad/in der Dusche und bei der Toilette sein. Da das Aufstehen aus tieferen Sitzen zunehmend schwer fallen kann, sind Sitzerhöhungen bei Stühlen, Sesseln, Tisch und Bett eine gute Lösung. Eine gute Ausleuchtung von Wohnbereichen, Fluren und Treppen ist zu beachten, weil sie Geh-Unsicherheiten mindern können und Stürze vermeiden helfen. Brandgefahr kann entstehen z.B. durch Mehrfachsteckdosen oder nicht ausgeschaltete Bügeleisen oder Herdplatten. Deshalb ist ein funktionierender Feuermelder nicht nur vorgeschrieben, er kann lebensrettend sein. Für Herde gibt es inzwischen auch „Abschaltehilfen“. Wenn die Beine nicht mehr so richtig können, sind Treppenlifte(in der Wohnung) zu überlegen. Vorteilhaft sei dann auch ein Haus, in das man barrierefrei hinein kommt und das gar noch einen Fahrstuhl hat, mit dem man obere Stockwerke erreichen kann. Je nach gesundheitlichem Zustand sind mehr oder weniger Veränderungen oder Hilfen nötig. Die Möglichkeiten pflegerischer Versorgung müssen gut bedacht werden. Auch Hausnotrufsysteme können dazu beitragen, dass man länger (allein) in der eigenen Wohnung bleiben kann. Die ehrenamtlichen Wohnberater der kommunalen Seniorenbeiräte können zu Erstberatungen kostenlos angefragt werden. Anfragen in Pfinztal an seniorenbeirat@pfinztal.de

Nicht immer geht es ohne bauliche Veränderungen in der Wohnung oder im Haus. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich Handwerksbetriebe des Gewerbevereins vor, die sich sachkundig gemacht haben zum Thema „Altersgerecht wohnen“. Sie haben auch das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ erworben. Wer Fördergelder beantragen möchte für altersgerechte Umbaumaßnahmen muss nachweislich durch körperliche Einschränkungen berechtigt sein und unbedingt vor Beginn der Arbeiten einen Antrag gestellt haben. Für Fragen zu Fördergeldern und Finanzierung von Baumaßnahmen sind Banken die Ansprechpartner, aber auch Architekten, i.d.R. auch die entsprechenden Handwerksbetriebe und die ehrenamtlichen Wohnberater. Wer sich noch weiter kundig machen möchte, findet im Internet viele Informationen zu den Suchbegriffen „Wohnberatung“ oder „Wohnanpassung“.





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