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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 10.05.17 , gültig bis Mi. 17.05.17

Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai in Berghausen

Maikundgebungen in Berghausen am „Hopfenberg“ haben eine lange Tradition

Bei der gut besuchten Veranstaltung in der Halle des Kraftsportvereins wurde der globalisierten Welt im Allgemeinen und der Bundesrepublik Deutschland im Besonderen mit Reden und Liedern des Fröhlich´schen Männerquartetts Berghausen der Spiegel vorgehalten. Am Programm zum weltweiten Aktionstag für die sozialen Rechte arbeitender Menschen beteiligte sich auch die Kinder- und Jugendgruppe der Naturfreunde Berghausen mit dem Märchen „Von allem Ausländischen“, an dessen guten Ende „Ausländer willkommen“ stand. Parallelen zum Tagesmotto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ zog Dirk Becker der Vorsitzende des DGB Ortsverbands Pfinztal als Gastgebers und schlug die Brücke zum Deutschen Gewerkschaftsbund, dem acht Gewerkschaften mit über sechs Millionen Mitglieder angehören. „Unterstützung und Solidarität baut auf Gegenseitigkeit und wirkt gegen Individualisierung, auch im kleinen Ortsverband“, hieß es. Als Sekretär des DGB-Bundesvorstands in Berlin verlieh Klaus Beck der Mai-Feier überregionales Flair. Der altgediente Gewerkschafter holte denn auch groß aus und setzte mit einer 50-minütigen Rede eine neue Dimension für Pfinztaler Maikundgebungen. „Wir brauchen eine Kultur des Gesprächs in dieser sich wandelnden Gesellschaft, denn die Menschen wollen mitgenommen werden.“, sagte Beck zu Beginn. Das Jahresmotto bezeichnete er als Ausdruck der Organisationsstärke des DGB mit über 400.000 Betriebs- und Personalräten. Nicht verschwiegen wurden die über eine Milliarde unbezahlter Überstunden, die 2016 anfielen, und die in der Forderung mündete „wir tun gut daran, uns diese Eingriffe von Arbeitgebern und Politik nicht länger gefallen zu lassen.“ Auch soll das Jahresmotto als Kampfansage „Ihr werdet unsere Gesellschaft nicht spalten“ - an die Feinde der Demokratie gerichtet verstanden werden. Beck formulierte auch klare Forderungen des DGB an die Parteien für die im Herbst anstehende Bundestagswahl. Klar machen soll das ein Paket von Veränderungen in der Arbeitswelt, gekoppelt an die Stärkung der Ta-rifbindung. Auch müssten prekäre Arbeit in Lohndumping und Minijobs ein Ende haben. Immer wieder unterbrach Beifall Becks Rede, bei der auch der Blick auf die nächste Legislaturperiode aus Sicht des DGB, verbunden mit dem Appell „Hallo Parlamentarier in der Bundeshauptstadt, so geht das nicht“ gerichtet wurde. Stichworte für einen dann hoffentlich handlungsfähigeren Staat liefern Lohndiskriminierung, Werkverträge, betriebsratsfreie Zonen, Verhinderung der Novellierung des Arbeitszeitgesetzes, Rente und sozialer Wohnungsbau. Auch für ein sozialeres Europa muss nach Beck´s Meinung in vielem politisch entgegengewirkt werden. Daher gelte getreu dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins“ Kurs zu halten und wo erforderlich Riegel vorzuschieben.





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