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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 15.02.17 , gültig bis Mi. 22.02.17

Rosswag Innovations-Centrum eröffnet

Tradition und Fortschritt beeindruckend unterstrichen

Bisher größten Klöppel geschmiedet

Die Kleinsteinbacher Edelstahl Rosswag GmbH ist und bleibt ein Vorzeigeunternehmen. Dass Tradition bewahren und ständiges Kreieren von Innovationen in dem Familienbetrieb eine gelungene Symbiose eingehen, ist eines der Geheimnisse des florierenden Wirtschaftsbetriebes. Jüngstes Beispiel des technischen Fortschrittes ist das am vergangenen Samstag auf dem Firmengelände in Betrieb genommene Rosswag Innovations-Centrum (RIC), ein für den Mittelstand als einzigartig geltendes Meilensteinprojekt in der additiven Fertigung von Metallbauteilen, zu dem sich im Laufe des Jahres noch eine weitere Produktionshalle gesellen wird. Verquickt wurde die Investition in die Zukunft mit einer weiteren traditionellen Herausforderung für die Firma, dem Schmieden des bisher größten Klöppels in der Firmengeschichte. Die über 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichem Leben, Medienvertretern und der Belegschaft wurden in der großen Schmiedewerkhalle von Alexander Essig und Dr. Sven Donisi im Namen der Geschäftsleitung, der Gesellschafter und der Großfamilie Roßwag begrüßt; sie stellten den Event unter das Motto „Tradition und Innovation“. Erinnert wurde an die Jahrtausende alte Tradition des Schmiedens, die Rosswag in der 106-jährigen Firmengeschichte in der 4. und 5. Generation betreibt. Das neueste Schmiedeprojekt ist der Klöppel für eine noch im Bau befindliche Kirche in Bukarest/Rumänien, die eine der größten orthodoxen Kathedralen der Welt mit Platz für 5.000 Menschen werden wird. Die österreichische Glockengießerei Glassmayr, mit der Rosswag schon andere Projekte gemeinsam abwickelte, goss für die Kathedrale der Erlösung die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt mit 25 Tonnen Gewicht. Sie möge eine Glocke des Friedens für das rumänische Volk werden, wünschten die Rosswag-Sprecher. Mit einer Länge von 3,27 Metern und einem Liefergewicht von 629 kg ist es der größte Klöppel der Firmengeschichte. Dieser besteht aus dem patentierten Spezialstahl RSK 100, die den besten Klöppel der Welt mit den Kriterien bruchsicher, Glocken schonend und Klang unterstützend auszeichnen. In einem beeindruckenden, in mehrere Arbeitsphasen gegliederten Schmiedeakt, entstand unter den Blicken der Gäste aus einem quaderförmigen, auf über 1.200 Grad erhitzten Stahlblock, durch fachmännisches Zusammenwirken mehrerer Schmiede und ihrem technischen Equipment der großdimensionierte Klöppel. Gesegnet wurde er von Dekan i.R. Paul Gromer. Startenor Jay Alexander stimmte mit den Besuchern die Hymne „Großer Gott, wir loben dich“ an. Den Aufbruch zu neuen Technologien symbolisiert das RIC, das in Planung durch das Architekturbüro Link-Rosswag über der mechanischen Werkhalle entstanden ist. Seit dreieinhalb Jahren beschäftigt sich die Firma bereits mit dem neuen Geschäftsbereich. Er bietet nun Platz für drei bis fünf Laserschmelzanlagen. Das Selektive Laserschmelzen ist auch als 3D-Druck in Metall bekannt. Es ermöglicht die Herstellung von Bauteilen, die durch konventionelle Fertigungsverfahren nicht herstellbar sind. Mit einer Verdüsungsanlage wird aus Schmiederesten Metallpulver erzeugt, das im Laserverfahren auf Metallteile aufgedruckt wird. Mit dem Verfahren ist Rosswag Finalist beim diesjährigen Deutschen Rohstoffeffizienzpreis. Mittels einiger ausgestellter Beispiele von in diesem Verfahren hergestellten Produkten konnten sich die Besucher von der Vielfalt der neuen Technologie überzeugen.

Text: Karl-Heinz Wenz, Fotos Edelstahl Rosswag





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