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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 25.01.17 , gültig bis Mi. 01.02.17

Drittes Nahwärmeprojekt in Betrieb

Bauhof, Jugendhaus und Wohncontainer wurden angeschlossen

Auf der Visitenkarte der Gemeinde Pfinztal müsste dem bestehenden Slogan „natürlich-liebenswert-modern“ noch „nachhaltig und regenerativ“ hinzugefügt werden. Denn mit der Nutzung von Ressourcen beschäftigt man sich in der Kommune stetig. Dabei macht das Schlagwort „Nahwärmeverbund“ seit 2006 von sich reden. Zwei Projekte, nämlich das Schulzentrum Berghausen und die Ortsmitte Söllingen mit Hallenbad, Grundschule, Räuchle-Halle und drei Gebäuden der Gemeindeverwaltung, wurden in Zusammenarbeit von Kommune und Unternehmen als Contractoren realisiert. Daraus gewonnene gute Erfahrungen, verbunden mit deutlichen Energieeinsparungen, mündeten nun in den dritten Nahwärmeverbund mit Bauhof, Kinder- und Jugendhaus sowie Wohncontainer für Asylbewerber an der Lehmgrubenstraße in Berghausen, der jetzt in Betrieb ging. Der über eine Ausschreibung ermittelte Unternehmer (Contractor), der für dieses Vorhaben 350.000 Euro investierte, ist derselbe wie beim Schulzentrum Berghausen. Der Vertrag läuft zehn Jahre. Die dem Fachbereich Garten und Umwelt zugeordneten Projekte betreut federführend der Umweltbeauftragte Uwe Renz. Das als Contracting bezeichnete Verfahren gewährleistet, dass notwendige Investitionen auch in Zeiten knapper Finanzmittel umgesetzt werden können und die Gemeinde für die Anlagentechnik kein Geld in die Hand nehmen muss , informiert Uwe Renz. Die Strategie des beauftragten Unternehmens ist es, sich über den Wärmeverkauf und erzielte Einsparungen im Energiebereich zu refinanzieren. Im vergangenen Spätsommer wurde mit den Arbeiten begonnen. Zunächst wurden die Versorgungsleitungen von der im Werkstattgebäude des Bauhofs untergebrachten neuen zentralen Pellets-Heizungsanlage mit 140 Kilowatt Nennleistung zu bisher nicht beheizten Räumlichkeiten auf dem Recycling Hof verlegt. Integriert in das Projekt wurde die Sanierung des undichten Werkstattdachs, der Heizkörper sowie der Lüftungsanlage im Sanitärtrakt des Bauhofs. Eine zunächst favorisierte Hackschnitzelheizanlage oder der Anschluss an die bestehende Heizzentrale im Schulzentrum ließen sich der Kosten und technischer Gründe wegen nicht umsetzen. Nun sind alle energieintensiven Teile der kommunalen Liegenschaften mit regenerativer Wärme versorgt, deren Anteil 85 Prozent beträgt, so Renz. Hinzugekommen ist auch eine auf dem sanierten Dach des Bauhofs von der Wasserkraftwerk Pfinztal, an der die Gemeinde mehrheitlich beteiligt ist, installierte Fotovoltaikanlage. Dieser Strom wird in kommunale Gebäude eingespeist.





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