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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 21.12.16 , :00 Uhr , gültig bis Mo. 04.01.16

Weihnachts- und Neujahrsgruß 2016/2017 vom Landrat des Landkreises Karlsruhe Dr. Christoph Schnaudigel

Weihnachts- und Neujahrsgruß 2016/2017 vom Landrat des Landkreises Karlsruhe Dr. Christoph Schnaudigel

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Karlsruhe,

überlagerte zu Beginn des Jahres die Unterbringung der Flüchtlinge unsere tägliche Arbeit, hat sich diese Situation mittlerweile grundlegend geändert. Die Zahl der Asylbewerber ist bundesweit stark zurückgegangen. Dadurch müssen wir statt geplanten 9.600 Plätzen nur noch 2.000 Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern vorhalten. Eine ganze Reihe geplanter Gemeinschaftsunterkünfte brauchen wir deshalb nicht weiter zu verfolgen, viele Plätze haben wir bereits zurückgebaut, weitere werden folgen. Gleichwohl sind große Anstrengungen nötig, um die Menschen, die bei uns bleiben werden, in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die sich mit uns gemeinsam dieser Aufgabe stellen: dem Kreistag und den Gemeinderäten, den Bürgermeisterämtern, den Polizeikräften, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Landkreisverwaltung und natürlich ganz besonders den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Anstrengungen über das normale Maß hinaus sind auch auf dem Gebiet des Klimaschutzes erforderlich. Die UN-Konferenz hat sich in Marrakesch auf Klimaschutzziele verständigt, ebenso hat sich die Bundesregierung auf eine Klimaschutzstrategie geeinigt. Auf Landkreisebene verfolgen wir schon seit 2014 das ehrgeizige Ziel, die Energieversorgung im Kreis bis zum Jahr 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Dass das möglich ist, hat unsere Umwelt- und Energieagentur mit ihrem Programm „zeozweifrei“ aufgezeigt, welches wir Schritt für Schritt umsetzen. Nahwärmekonzepte setzen Maßstäbe im Ressourcenverbrauch. Elektrobusse haben Fahrdienste zu unseren sonderpädagogischen Einrichtungen übernommen und im Bundesprogramm „50 Kommunale Klimapartnerschaften“ sammeln wir internationales Know-how. Ich bin überzeugt, dass die Erderwärmung nur gestoppt werden kann, wenn jeder von uns seinen Beitrag leistet. Erfreulich gut vorangekommen ist auch die Breitbanderschließung. Unsere Breitbandinitiative sorgt dafür, dass Ortsteil um Ortsteil an das Glasfasernetz angeschlossen wird.

Solide Arbeit leisten, Impulse setzen und im engen Schulterschluss zusammenarbeiten: so verstehe ich die Rolle des Landkreises und der Kreisverwaltung auf den vielen Gebieten, in denen wir aktiv sind: von der Abfallwirtschaft über den Straßen- und Radwegebau, den Natur und Umweltschutz, bei der Bildung und natürlich im sozialen Bereich und im Krankenhauswesen. Um Verständnis muss ich allerdings bitten, dass im Hinblick auf die Fülle der Aufgaben und unseren finanziellen Möglichkeiten nicht jedes gute Projekt umgesetzt und nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann. Die gute Zusammenarbeit im Kreistag und mit den Städten und Gemeinden stimmt mich aber zuversichtlich, dass wir für alle Herausforderungen gute Lösungen finden werden.

Aber auch das beste Verwaltungshandeln erzeugt noch lange kein lebendiges Gemeinwesen. Deshalb möchte ich Sie ermuntern, sich persönlich einzubringen: Auf Ebene der Kommunalpolitik oder im kirchlichen Bereich, bei den Freiwilligen Feuerwehren, den Hilfs- und Rettungsdiensten, in Vereinen, Verbänden, Institutionen, Organisationen und Initiativen. Nicht weniger wertvoll sind auch diejenigen Bereiche, die nicht im Rampenlicht stehen, zum Beispiel bei der Betreuung von Kranken und Behinderten oder der Hospizbewegung.

Und um noch eines bitte ich Sie: das Ausscheren Großbritanniens aus dem europäischen Staatenverbund, das Erstarken populistischer Parteien und Staatslenker und eine zunehmende Verrohung im täglichen Umgang miteinander insbesondere auch in den sozialen Netzwerken lassen aufhorchen. Jedem ist bewusst geworden, wie fragil auch scheinbar festgefügte Ordnungen und Wertesysteme sind und welche Kraft einzelne Strömungen entfalten können. Umso mehr gilt es, für unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung einzutreten und ihre Werte hochzuhalten. Für mich gibt es zu unserer demokratischen Verfassung innerhalb eines europäischen Staatenverbundes bis heute keine Alternative.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017.

Dr. Christoph Schnaudigel

Landrat


 





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