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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 27.07.16 , gültig bis Mi. 03.08.16

Wer ist eigentlich für die Beschilderung und Betreuung der Wanderwege auf Gemarkung Pfinztal verantwortlich?

Die Idee, die Wanderwege in Pfinztal nach dem bewährten System des Schwarzwaldvereins zu markieren, kam vom damaligen Bürgermeister Heinz E. Roser. Dessen vorheriger Kollege bei der Stadtverwaltung in Karlsruhe, Hans Ulrich Graf, war Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Sektion Karlsruhe und hatte ihn in diesem Projekt bestärkt und beraten. Die Verbindung zum Schwarzwaldverein war entstanden, der Verein sagte zu, bei der Planung und Organisation der Wegemarkierung behilflich zu sein und diese zu überwachen, wenn ortskundige Personen in den Ortsteilen der Gemeinde Pfinztal die Arbeit ausführen und künftig auch die Wartung übernehmen. Zunächst wurden vom Schwarzwaldverein die Kosten ermittelt, die in etwa für die Markierung des Wanderwegenetzes erforderlich waren. Die Gemeindeverwaltung hatte zugestimmt, die Kosten zu übernehmen und die damals im Berufsbild „Touristikkaufmann“ beschäftigte Auszubildende Ann-Kathrin Lichtner für diese Aufgabe abgestellt.

Da die Naturfreunde in Pfinztal gut vertreten sind und sich im Wegenetz auskennen wurden die Pfinztaler Ortsgruppen 2007 angeschrieben und um Mitarbeit gebeten. Jede Ortsgruppe hat daraufhin bis zu zwei Personen abgestellt, die unter der Regie von Ann-Kathrin Lichtner, Wilfried Süss vom Schwarzwaldverein und Edgar Meier als Mittelsmann zwischen Gemeinde, Schwarzwaldverein und Naturfreunde die Planung des Wegenetzes übernahmen. Anschließend wurden die auf den Schildern angegebenen Ziele festgelegt, damit die Kilometer-Entfernungen von einem Vermessungsbüro ermittelt und die Schilder in Druck gehen konnten. Ab 2008 wurden die Pfosten für die Wegweiser und Schilder zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde Pfinztal, einer Hilfskraft vom Schwarzwaldverein und Edgar Meier an den festgelegten Orten aufgestellt. In den Jahren 2008 und 2009 wurden die Wege zwischen den Schilderstandorten mit Rauten und - falls erforderlich - mit Pfeilen von den Helfern der Ortsgruppen markiert. Seit Mai 2009 sind somit alle in den amtlichen Karten eingezeichneten regionalen und überregionalen Wanderwege auf der Gemarkung Pfinztal sowie den angrenzenden Nachbargemeinden, an das neue einheitliche Markierungssystem des Schwarzwaldvereins angeschlossen. Kernelement des neuen Markierungssystems sind die Standort-Wegweiser. An jedem Wegweiser-Standort werden der Standortname und die Höhenangabe in Metern über Meereshöhe aufgeführt. Für jede markierte Richtung gibt es zudem ein separates Wegweiser-Blatt. Auf diesen werden die nächstgelegenen Ziele, die von diesem Standort aus erreichbar sind, mit genauer Kilometerangabe genannt. Zwischen den einzelnen Wegweiser-Standorten werden die Wanderer mittels Markierungszeichen (gelbe Rauten und/oder schwarze Pfeile) an Masten, Bäumen oder Zäunen, geleitet. Ziel ist es, dass auch ein Ortsfremder ohne Karte sein Ziel erreichen kann.

Es ist nachvollziehbar, dass die Unterhaltung des gesamten Wegenetzes nicht durch die Gemeinde allein gewährleistet werden kann. Neben der Verkehrssicherungspflicht, zu der die Gemeinde kraft Gesetzes verpflichtet ist, kümmert sie sich um die Beseitigung von Schäden an Bauwerken und erneuert oder ergänzt beschädigte bzw. fehlende Wegweiser-Pfosten. Für die Unterhaltung der Wegmarkierungen konnten für die Ortsteile Berghausen, Kleinsteinbach und Söllingen die örtlichen Naturfreunde, für den Ortsteil Wöschbach, die Familie Schindel, gewonnen werden. Der Schwarzwaldverein ergänzt bei Bedarf das Wege- und Markierungskonzept, achtet auf die Einhaltung der Qualitäts- und Markierungsrichtlinien und sorgt für die Aus- und Weiterbildung der Wegebetreuer. Diese sollten die ihnen zugeteilten Wegabschnitte ein bis zwei Mal jährlich - bei Bedarf (nach Stürmen, Baumaßnahmen oder Waldarbeiten) auch zwischendurch - in beide Richtungen abgegangen werden. Dabei sollen die Wegbetreuer auf eventuelle Schäden an Wegen und Bauwerken sowie auf unzumutbare Wanderhindernisse wie z.B. umgestürzte Bäume achten und dies an die Gemeindeverwaltung melden. Ihre Hauptaufgabe ist es jedoch dafür Sorge zu tragen, dass die ausgeschilderten Wegstrecken zwischen den einzelnen Standortwegweisern in beide Richtungen lückenlos mit Markierungszeichen versehen sind. Zudem müssen die einzelnen Blätter der Wegweiser regelmäßig von Schmutz befreit und auf etwaige Beschädigungen hin überprüft werden. Lücken in der bestehenden Wegweisung, z. B. nach der Anlage neuer Wege, sind dem Schwarzwaldverein mitzuteilen.

Für diese vielfältigen, mal mehr oder weniger zeitaufwändigen Arbeiten, erhalten die Wegebetreuer eine Aufwandsentschädigung, aus der jedoch auch die benötigten Werkzeuge, Putzmittel oder z.B. eine kleine Leiter finanziert werden muss.

In den kommenden Ausgaben von Pfinztal aktuell stellen wir Ihnen die Wegebetreuer vor.





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