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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 27.07.16 , gültig bis Mi. 03.08.16

Ein Abend der Wertschätzung für vielfach Geleistetes - Gemeinde Pfinztal vergab Medaillen und Sachpreise

Text und Fotos: Karl-Heinz Wenz

„Brauchen wir einen solchen Ehrenabend?“ fragte die seit einigen Tagen wieder im Amt befindliche Bürgermeisterin Nicola Bodner einleitend in die Runde und gab gleich ihre Antwort mit einem eindeutigen Ja dazu. Der Ehrenabend für verdiente Bürgerinnen und Bürger sei ein Zeichen der Wertschätzung, auf das die Kommune auf keinen Fall verzichten sollte.

Mit einem schwungvollen Stück stimmten die drei Querflötisten Hellen Doll, Deborah Effenberger und Eric Hackenberg in die stark einstündige Ehrungsfeier in lockerer Atmosphäre in der Kleinsteinbacher Hagwaldhalle ein. Die Vielfalt, in der sich Pfinztalerinnen und Pfinztaler im Einzeleinsatz, meist aber in kleineren oder größeren Gemeinschaften engagieren, sei beachtlich. Im Sport, in der Musik, auf kulturellem oder politisch-gesellschaftlichem Sektor ergaben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die teilweise schon mehrere Jahrzehnte andauern. „Auf diese Mitbürger dürfen wir alle stolz sein“, meinte Nicola Bodner, die auch das ehrenamtliche Engagement bei der Flüchtlingsbetreuung in ihren Dank mit einbezog. Da die Namen des in Frage kommenden Personenkreises von Vereinen oder Organisationen bei der Gemeinde eingereicht werden müssen, dies aber leider öfter auch unterbleibe, könnte die Zahl der zu Ehrenden eigentlich sogar größer sein.

Christian Bauer vom Fachbereich Gremien und Verwaltung hatte die Vorarbeit mit Überprüfung nach den Ehrungsrichtlinien der Kommune geleistet und assistierte der Bürgermeisterin bei der Übergabe der Ehrenmedaillen und Sachpreise (meist Buchgutscheine) sowie von Urkunden. Wiederum war ein breites Altersspektrum von jugendlichen Sportlern bis zu Erwachsenen mittleren Alters oder schon im Rentenstand vertreten; mit 59 Personen blieb man im Umfang etwa bei den Vorjahreszahlen. Nicola Bodner räumte bei der Preisübergabe den Geehrten die Möglichkeit zu kurzen Stellungnahmen oder Erläuterungen ein.

Eine besondere Ehrung mit einem ernsten Hintergrund erfuhren die Mitarbeiter Matthias Dusing, Nico Dörfler, Pierre Dörfler, Christoph Klameth, Mario Hädrich, Nicole Rieger und Stephanie Doll von der Firma Edelstahl Rosswag. Sie haben durch schnelles, sicheres und beherztes Eingreifen einer Arbeitskollegin bei einem Herzinfarkt das Leben gerettet. C. Klameth betonte für die Lebensretter, alle Gewerbe- und Hand-werksbetriebe sollten über einen Defibrillator für den Ernstfall verfügen. Hilfsbereitschaft und selbstloser Einsatz gehört auch für Reinhard Hurst – und das seit über 50 Jahren – zur Vita. Sein Wirken als aktives Mitglied und langjähriger Verantwortungsträger für das DRK Wöschbach sei eine herausragende Leistung für das Gemeinwohl, so Bodner, die eine Bronzemedaille übergab. Eine besondere Anerkennung verdienten auch die Mitarbeiter des Pfinztaler Mittagstisches. In der Erkenntnis, dass es sehr wohl auch in Pfinztal bedürftige Menschen gibt, biete dieser 20-köpfige Personenkreis, allesamt Mitglieder der Neuapostolischen Kirche, unterstützt durch die örtliche Diakonie mit Fahrdienst, in zwei Gruppen jeweils einmal pro Woche das ganze Jahr über kostenlos einen Mittagstisch an. 70 bis 80 Personen kommen jedes Mal, manche auch nur wegen des Gemeinschaftserlebnisses, für das sie auch gerne eine Spende entrichten, teilte Klaus Müller für den „Mittagstisch“ mit. Die Geehrten sind: Irmgard und Wilfried Schneider, Monika Gamer, Heinz und Ingrid Kugele, Silke Weida, Angelika Bechthold, Gisela Steckel, Manfred Herzog, Monika und Werner Pfatteicher, Karin Roth, Dietmar und Ingeborg Schmid, Frank Obreiter, Helga Herzog, Peter Grunow, Heinz Heck, Ewald und Sonja Böhner, Esther Daub, Hans-Peter Hoock, Klaus Joisten, Sigrid Klausmann, Inge Kuhnle, Ramona Hammann, Birgit Klingel, Andrea Mußgnug, Renate Müller, Annette und Thomas Auch und Renate Frey. Erna Mußgnug und Elisabeth Beier stehen seit 30 und Lisa Schrimm seit 25 Jahren im Vorstand des Krankenpflegevereins Söllingen in Verantwortung. Hans Weiß kann auf 50-jährigen Organistendienst bei der Evangelischen Kirchengemeinde Söllingen blicken. Rolf Wagner ist 50, Sigrid Armbruster 30 Jahre aktives Mitglied in der AWO Söllingen; Wagner auch viele Jahre Beisitzer und wichtiger Impulsgeber, Armbruster auch 15 Jahre erste Vorsitzende. Lieselotte Stribl ist seit 50 Jahren ununterbrochen Übungsleiterin bei der TG Söllingen. Birgitta Doll gehört seit einem halben Jahrhundert als Sängerin dem Gesangverein Wöschbach an. Michael Gaßner verschreibt sich seit 50 Jahren aktiv dem Schachsport bei der Schachvereinigung Pfinztal. Ein Leben für den Taekwondo-Sport zeichnet Wolfgang Brückel aus Kleinsteinbach aus. Er wurde deutscher Vizemeister, war auch schon zweimal bei Olympia vertreten und übt auf Verbandsebene landes- und deutschlandweit hohe Ämter aus. Jessica Gromer wurde Dritte bei den deutschen Meisterschaften im Vollkontakt. Joshua Arth, Jamie Lee Herold, Sebastian Kurth, Adrian Brombacher und Leon Pöschl vom KSV Berghausen gewannen die Landesmeisterschaft Nordbaden im Ringen (griechisch-römisch und Freistil). Den sportlichen Bereich komplettierten Lukas Schneider und Moritz Staiger vom Eichenkreuz Söllingen, die ihren Titel bei den deutschen CVJM/Eichenkreuz-Tischtennismeisterschaften verteidigten. Hellen Doll und Lea Klausmann (gewann den Regionalwettbewerb Jugend musiziert) wurden für ihr langes Engagement in der Jugendmusikschule Unterer Kraichgau ausgezeichnet. Erwähnung fand auch das Architekturbüro Elsässer in Kleinsteinbach, das seit 50 Jahren besteht. Einen wertvollen Dienst für die Gemeinde verrichtet seit vielen Jahren Werner Schrempf, der unentgeltlich den „Roten Platz“ in Berghausen „in Schuss hält“.





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