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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 06.07.16 , gültig bis Mi. 13.07.16

Mobiles Jüdisches Museum aus Berlin macht in Pfinztal Station

Das Jüdische Museum in Berlin-Kreuzberg zeigt über 3.000 Objekte aus zwei Jahrtausenden Deutsch-Jüdischer Geschichte. Ohne die Bundeshauptstadt zu besuchen zu müssen kann man bei „on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule“ einen kleinen Teil davon als rollende Ausstellung erleben. „Thematisch haben wir fast das ganze Jüdische Museum dabei“ sagen übereinstimmend Ulrike Granitzki, Alexander Green und Gunnar Meyer. Die drei Museumspädagogen sind auf Deutschlandtour an weiterführenden Schulen, jede Woche in einem anderen Bundesland. Und die Nachfrage, den Pionier einer zeitgemäßen Museumsdidaktik ins Haus zu holen, ist groß. Viermal hatte sich das Ludwig-Marum-Gymnasium (LMG) Pfinztal bereits um die mobile Ausstellung beworben. Der lange Atem hat sich gelohnt, freut sich Gabriele Hohwieler-Brünner, die Abteilungsleiterin für Deutsch und Gesellschaftswissenschaften am LMG. Das Bestreben bei dieser Form der Kulturvermittlung ist es explizit aufzuzeigen, dass sich das Judentum nicht ausschließlich über das Dritte Reich definiert. Im Fokus steht das Judentum heute in Deutschland, aber auch die Geschichte mit der bedeutsamen Jahreszahl 321, als in Köln die ersten Juden in Deutschland lebten. Eine doppelte Unterrichtsstunde Zeit hatte jede der drei neunten Klassen, die gerade im Geschichtsunterricht den Nationalsozialismus thematisieren, um sich mit Gegenständen, Bildern und Schautafeln vertraut zu machen, darüber zu reden und in Gruppenarbeiten Präsentationen mit spannenden Geschichten vorzubereiten. Besonderes Interesse weckten die gefüllten Ausstellungswürfel, die den Bogen von „Anfang Ende und Dazwischen“ als multifunktionale Wissensvermittlung spannten. In Workshops erhielten die elften Klassen Kontakt zum Judentum. Bei „Jüdische Kindheit und Jugend in Deutschland nach 1945“ ging der Blick zurück. Dagegen zeigte „Meine Seiten“ mit interaktiven Fotoalben auf iPads die Gegenwart jüdischer Jugendlichen, dazu die kulturelle Vielfalt jüdischen Lebens in der Bundesrepublik im 21. Jahrhundert. Während der Pausen hatten alle Schüler des Schulzentrums die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Am vergangenen Montag besuchten die neunten Klassen des LMG außerdem die Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsaß. Auch das sei ein bedeutender Mosaikstein im geschichtlichen Verständnis mit dem Judentum und der Erinnerungskultur sowie im Blick auf die LMG-Philosophie, sagt Gabriele Hohwieler-Brünner.



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