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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Kirche/Religion | Mitteilung vom Mi. 01.06.16 , gültig bis Mi. 08.06.16

Fronleichnamsprozessionen in Pfinztal

Fronleichnamsprozession in Wöschbach

Sicherlich gehört Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu den katholischen Feiertagen, deren Hintergrund weniger bekannt ist.

Gefeiert wird an diesem Tag das 'Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi'. Dafür steht der Name, der im Althochdeutschen 'fron' für 'Herr' und 'lichnam' für 'Leib' bedeutet. Eine tragende Rolle spielt dabei die Hostie: Für gläubige Katholiken wird sie durch die Wandlung im Gottesdienst zum 'Leib Christi'. Zurück geht dies auf das letzte Abendmahl, als Jesus den Aposteln Brot austeilte mit den Worten 'Das ist mein Leib'. Und dieses Geheimnis steht im Mittelpunkt der feierlichen Fronleichnamsprozessionen, bei denen die Hostie in einer Monstranz durch die Straßen getragen wird.

Viele Gläubige aus ganz Pfinztal nahmen an den Gottesdiensten und den Prozessionen in Söllingen und Wöschbach teil. Zu bestaunen waren Blumenteppiche und geschmückte Altäre auf dem Prozessionsweg, an deren zeitintensiver Gestaltung viele beteiligt waren. Die Arbeiten begannen bereits um vier Uhr in der Frühe.

Fronleichnamsprozessionen in Pfinztal

In Söllingen wurde erstmals vor 64 Jahren eine Fronleichnamsprozession durchgeführt, der Weg führte damals durch das Oberdorf. Inzwischen ist ausschließlich die Bühlstraße mit einem Altar an deren südlichem Ende die Route. Blütenteppiche – jedoch nicht lückenlos - wurden gestreut, auch in der Kirche. Auf dem Mittelgang zum Altar war der Boden mit farbenfrohen Ornamenten für das Fest geschmückt. Auch dieses „Wenige“ muss gemacht sein, hieß es. Die Teppich-Designer jedenfalls haben mit vielerlei Materialien, wie Grasschnitt, Hobelspänen, Kaffeesatz, Blüten, Buchs und Früchten eine religiöse Choreografie mit aussagekräftigen Botschaften wie beispielsweise „Christus-Gestern-Heute-Ewig“ geschaffen.

In Wöschbach wies der ausgelegte Blumenteppich im Oberdorf in der Mitte der Wesostraße erstmals Lücken auf. Die 20 Meter im Mittelgang der Pfarrkirche Johannes der Täufer waren ebenfalls mit Kunstwerk–Motiven und Schriftzügen wie etwa „Mit Dir auf Deinem Weg“ und „Unter Deinem Schutz“ versehen. Für dessen Gestaltung verantwortlich war zum 42. Mal der Katholische Frauenkreis Wöschbach. In Wöschbach reicht die Geschichte der Fronleichnamsprozessionen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Daran können sich Ältere noch erinnern. Schon recht früh kam als steter Begleiter der feierlichen Märsche die Kapelle des Musikvereins Frohsinn Wöschbach dazu. Eine Station auf der Wegstrecke war das inzwischen 188 Jahre alte Wegkreuz Ecke Stein- und Wesostraße.





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