Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 11.05.16 , gültig bis Mi. 18.05.16

Bisher höchsten Maibaum gestellt - Tradition wird in Kleinsteinbach weiter gepflegt

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz

In Sachen Maibaumstellen hat der Ortsteil Kleinsteinbach das „Alleinstellungsmerkmal“ in Pfinztal. Nur hier pflegt man noch die alte Tradition des Errichtens eines Maibaumes am Abend der Walpurgisnacht. Es ist die Feuerwehr, die sich der Sache annimmt und sich der Mühe unterzieht. Die Einwohnerschaft anerkennt dies mit zahlreichem Besuch in allen Altersklassen. Gut gefüllt war wie-der der Rathausvorplatz und die zum Kreisel führende Burgstraße, wo seit einigen Jahren der Standort des Maibaumes ist, sicher auch, weil sich das Wetter noch von seiner angenehmen Seite zeigte. Ausgewählt hatte die Truppe um Abteilungskommandant Michael Steudle und Baumexperte Thomas Seeger eine Fichte, nicht wie in den letzten Jahren üblich aus dem Edelmannswald, sondern aus dem Sonnental in Söllingen, wo die Feuerwehr einen Sägekurs absolvierte. So hatte man Gelegenheit, ein passendes Exemplar zu finden, und man suchte mit 17,50 Metern Länge die bisher längste Fichte aus. An Ort und Stelle wurde der Baum bis auf die Spitze entrindet und geschält, dann zum Gerätehaus nach Kleinsteinbach transportiert. Der verbliebene Kronenbereich wurde mit farbigen Bändern geschmückt, ein Kranz geflochten und unter der Krone an Bändern aufgehängt. Muskelkraft war dann wie immer bei der Feuerwehr gefragt, denn der Baum wurde geschultert und auf der Strecke vom Gerätehaus zum Standplatz über 150 Meter von dreißig Feuerwehrkameraden getragen. Angeführt vom Musikverein Kleinsteinbach, der unter Leitung von Markus Gerstner flotte Marschmusik intonierte, und einer Gruppe der Jugendwehr bewegte man sich – von Polizisten abgesichert – in einer Art Prozession zum Standplatz an der Burgstraße. Mit mehreren, durch Seile verknüpften Holzstangenpaaren, hievten die Kameraden mit Muskelkraft den stattlichen Baum von der Horizontale schrittweise in die Senkrechte. Es war ein sichtbar Anstrengungen verursachendes Vorhaben, bis der Stamm in seiner Vertiefung versenkt und mit Keilen sicher befestigt war. Beifall brandete auf, als das Werk am Gelingen war, und der Musikverein stimmte das Badnerlied an. Die Verantwortlichen atmeten auf und hatten Lob für die Kameraden parat. Nach altem Brauch bleibt der Maibaum bis Ende des Wonnemonats stehen. Mit einer dem Aufstellen folgenden Hocketse feierte die Einsatzmannschaft mit zahlreichen Besuchern in und um das Gerätehaus in der Bockstalstraße noch zünftig das Ereignis.





Zurück