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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 11.05.16 , gültig bis Mi. 18.05.16

In Pfinztal startet das Inklusionsprojekt „Sport für alle“ / Behindertenverband als Partner

Inklusion ist ein großes Thema – weltweit. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gibt als Ziel vor, 80 Prozent vollendete Inklusion zu erreichen. In Deutschland beträgt der Wert aktuell gerade mal 20 Prozent. Dass Sport ein Inklusionsmotor sein kann, ist hinlänglich bekannt. In diesen Begegnungsraum investieren möchte Karl-Heinz Pieper. Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Pfinztal hat dazu das Projekt „Sport für alle“ gestartet. Was das im Allgemeinen und explizit für die Kommune bedeutet, wurde bei einem Informationsabend erörtert. Mit dem Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS) hat Pieper dazu einen kompetenten Ansprechpartner mit ins Boot geholt. 1950 gegründet repräsentiert der BBS derzeit 348 Vereine mit 34.000 Mitgliedern – Tendenz steigend. BBS-Geschäftsführer Michael Eisele stellte mit einer Power-Point-Präsentation verschiedenste Ansätze vor, der Sportwissenschaftler vermied jedoch, Ratgeber sein zu wollen.

Dass in Pfinztal gelungene Inklusion bereits deutliche Zeichen setzt, ist bekannt. Ein Beispiel ist das Martinshaus, in dem die Auftaktveranstaltung stattfand. In dieser Eingliederungshilfe in Trägerschaft des Badischen Landesvereins (BLV) für Innere Mission wird das Zusammenleben der 93 geistig und körperlich behinderten Bewohner, die von 110 Mitarbeitern betreut werden, im Zusammenspiel mit der Einwohnerschaft des Pfinztaldorfs seit Jahrzehnten praktiziert, sagte Einrichtungsleiter Stefan Murr. Der Alltag zeige, dass beide Seiten voneinander profitieren. Gleiches soll nun vermehrt und im sportlichen Rahmen in der Kommune auf den Weg gebracht werden. Die Philosophie des BBS - „Jede Begegnung kann ein Anfang sein, jeder kleine Schritt ist ein Erfolg, Inklusion macht Spaß“ - unterstreicht dies. Bahnbrechendes habe er nicht zu bieten, trotz langjähriger Erfahrungen, stellte Michael Eisele fest. Er forderte zu Kreativität auf: „Legen Sie einfach los, denn Inklusion braucht Macher und viele Optionen.“ Im Kreis der Teilnehmer gab man zu verstehen, sich mit der Thematik bereits zu beschäftigen. Man baue diesbezüglich auf Lebenserfahrungen, verschwieg aber auch Berührungsängste und Unsicherheit nicht. „Fangen wir einfach mal an Selbstverständlichkeit herzustellen – alle zusammen von Anfang an.“ Mit dieser Botschaft gingen Traudel Theune vom Seniorenbeirat Pfinztal, Petra Ringwald (Rehabilitionssportverein Pfinztal), Stefan Murr, Karl-Heinz Pieper und Michael Eisele auseinander.





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