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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 16.03.16 , gültig bis Mi. 23.03.16

Mahnmale für den Frieden: Kriegerdenkmale in Pfinztal

Fotos: Gemeinde, Gemeindearchiv

Nie wieder Krieg!

Denkmale erinnern an Vergangenes, an Geschehenes und sie haben aber auch oft selbst eine interessante Geschichte. In einer neuen Serie möchten wir Ihnen die Kriegerdenkmale in unserer Gemeinde vorstellen.

„Nie wieder Krieg. Für Frieden, Demokratie und Freiheit“

Auf dem neuen Teil des Friedhofs in Berghausen begegnet dem Besucher ein übergroßer Soldat aus rotem Sandstein. Er steht in einer lichtdurchfluteten und künstlerisch gestalteten Anlage. Moderne und historische Elemente fügen sich zu einer Einheit zusammen und der Schriftzug „Nie wieder Krieg“ fällt dem Betrachter sofort ins Auge.

1934 wurde die Soldatenfigur, gemeißelt aus einem Block roten Sandstein, auf dem Platz vor dem Bahnhof, dem sogenannten „Dreispitzen“ aufgestellt. Das Gelände, das bis zu diesem Zeitpunkt als Vergnügungsplatz bei Festlichkeiten diente, wurde zuvor umgestaltet und das Denkmal sollte an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnern.

In den 1990er-Jahren veränderte sich das Bild des Bahnhofsplatzes in Berghausen. Das Denkmal konnte an seinem bisherigen Standort nicht verbleiben und wurde in den sogenannten Bürgergarten versetzt. Der Bitte des VdK Berghausen, dem Denkmal und den Steintafeln ein neues Zuhause auf dem Friedhof zu geben, wurde entsprochen. 2004 fand der rund fünf Tonnen schwere Steinsoldat seinen Platz auf dem Berghausener Friedhof.

Eine Arbeitsgruppe suchte nach den besten Lösungen für die Gestaltung einer würdigen Anlage. Ein Künstlerwettbewerb wurde ausgelobt und man entschied sich für den Gestaltungsentwurf von Steffen Hauswirth (Pfinztal). Im Juni 2009 waren die Arbeiten fertiggestellt.

Steinsoldat, eine Glastafel mit der Aufforderung „Nie wieder Krieg. Für Frieden, Demokratie und Freiheit“ und immergrüne Pflanzen nehmen dem Kriegerdenkmal das Monumentale; die Zeichen des Friedens, die in die Anlage eingebunden sind, tragen zu einem gelungenen Gesamteindruck bei.

Ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Unseren Gefallenen zum Gedächtnis“

Bei diesem Gedenkstein handelt es sich um einen Granatfindling aus dem Murgtal.

Er wurde im Jahr 1961 für die 305 gefallenen Soldaten und 10 Ziviltote, welche die Gemeinde Berghausen in den beiden Weltkriegen zu beklagen hatte, auf dem Berghausener Friedhof aufgestellt

Ein stilles Gedenken

… ist an den 40 Kreuzen, die zu beiden Seiten des Treppenaufgangs zur Aussegnungshalle stehen, möglich.

Diese Anlage wurde in den 1970er-Jahren neu gestaltet und soll an die in Kriegszeiten umgekommenen Berghausener Einwohner erinnern.

Ein großer Teil der hier Bestatteten (auch ausländische Zwangsarbeiter), fanden beim Luftangriff am 14. Januar 1945 auf die Munitionsfabrik in Grötzingen den Tod.

Die erschreckende Bilanz in Berghausen:

Deutsch-Französischer Krieg 1870/71: gefallen 1

Erster Weltkrieg: gefallen 86, vermisst 8, verstorben 5

Zweiter Weltkrieg: gefallen 136, vermisst 76, Fliegeropfer 10

Denkmal für die Kriegsteilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 aus Berghausen

Die Gedenkstätte für die Kriegsteilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges befand sich in Berghausen beim Spritzenhaus an der Ecke Hauptstraße/Kelterstraße (heute Karlsruher Straße/Kelterstraße).

An diesem Krieg nahmen 44 Männer aus Berghausen teil, von denen einer gefallen ist.

Ihre Namen waren auf dem alten Denkmal verzeichnet.

Beim Abriss des Spritzenhauses (Feuerwehrgerätehaus) wurde auch das Denkmal mit abgeräumt.





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