Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 03.03.16 , gültig bis Do. 31.03.16

KEA - Presseinformation 01/2016

Presseinformation 01/2016

Karlsruhe, 25. Februar 2016

Kommunen: Flüchtlingsunterkünfte kurzfristig und nachhaltig energetisch sanieren

Landesenergieagentur KEA legt Vorschlag für die mittel- bis langfristige Wohnnutzung vor

Dienstleistung Contracting verspricht Abhilfe beim
Sanierungsstau. Hohe Förderung der EU. Gemeinde Pfinztal nutzt das Angebot bereits.

Viele Kommunen in Baden-Württemberg richten derzeit ihre nicht genutzten Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen her. Für eine energetische und bauliche Sanierung der in die Jahre gekommenen Liegenschaften fehlt es jedoch an Zeit, Geld und Personal. Einen Vorschlag, wie energieeffiziente Flüchtlingsunterkünfte trotz dieser Hindernisse rasch zu realisieren sind, hat jetzt die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg in Koope-ration mit dem Arbeitskreis Energiespar-Contracting im Verband für Wärmelie-ferung gemacht.

Mit der Dienstleistung Contracting könnten Städte und Gemeinden nachhaltige Sanierungsmaßnahmen in den Wohnheimen ohne Eigeninvestitionen und internes technisches Know-how umsetzen, so die Partner. Gleichzeitig würden die Energie- und Sanierungskosten der Flüchtlingsunterkünfte über einen län-geren Zeitraum für den Verwaltungshaushalt planbar. Die anfallende Arbeit werde an neutrale Projektentwickler und fachkundige Unternehmen delegiert. Eine hohe EU-Förderung dafür gibt es noch bis März 2018.

Die Gemeinde Pfinztal bei Karlsruhe nutzt das Angebot bereits zur Wärme-versorgung von Wohncontainern. Weitere Kommunen in Baden-Württemberg haben Anträge gestellt, um die Förderung ebenfalls zu erhalten. Informationen zum Projekt in Pfinztal und über das Förderprogramm: www.ineeco.org

Energetische Maßnahmen für die mittel- bis langfristige Wohnnutzung

Die Unterbringung von Flüchtlingen stellt Kommunen in Baden-Württemberg aktuell und auch zukünftig vor große Herausforderungen. Stillliegende kom-munale Gebäude müssen in kürzester Zeit und in großer Zahl für die mittel- bis langfristige Wohnnutzung ertüchtigt werden. Energetische Standards werden dabei, aufgrund fehlender finanzieller, zeitlicher und personeller Ressourcen, oftmals nicht ausreichend berücksichtigt. „Kalte Wände und Böden in den Unterkünften sowie zugige Fenster sind die Folge und dazu ein hoher Ener-gieverbrauch“, sagt Dr. Volker Kienzlen von der KEA. Tragbar sei diese Situa-tion allenfalls kurzfristig, nicht aber über Jahre.

Ein geeignetes Mittel, um den kommunalen Sanierungsstau aufzulösen, ist die Dienstleistung Contracting. Das Prinzip: Unternehmen sanieren mit eigenem Kapital kommunale Gebäude energetisch und ermöglichen so eine effiziente Nutzung von Energie. Entlohnt wird dies über einen Grund- und Wärmepreis. Die Kommune erhält Gebäude mit effizienter Anlagentechnik und hat einen „Kümmerer“ an ihrer Seite. Das finanzielle Risiko trägt der private Contractor.

Contracting-Projekte im Südwesten vorantreiben

Die finanzielle Förderung von Contracting in Gebäuden der öffentlichen Hand, etwa in Flüchtlingswohnheimen, ist derzeit so gut wie noch nie: Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt die Sanierungsmaßnahmen im Südwesten mit der „Initiative Energiespar- und Energieliefer-Contracting in öffentlichen Gebäuden“, kurz InEECo. Bis zu 90 Prozent der Planungs- und Projek-tierungskosten werden übernommen.

Insgesamt 1,5 Millionen Euro waren zum Programmstart im April 2015 im För-dertopf. „Kommunen, die Geld aus dem Topf erhalten möchten, sollten die Anträge bald stellen, da bereits ein guter Teil verbraucht ist“, erklärt Volker Kienzlen von der KEA. Nutzen können das Förderprogramm auch andere öf-fentliche Gebäudeeigentümer. Gefördert wird nur, wenn ein Contracting-Vertrag vorliegt. Entwickelt hat das Projekt die KEA, die die Verbreitung von Contracting-Energiedienstleistungen im Südwesten beschleunigen will.

Förderfähig sind Energieeffizienzmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden unter anderem von Kommunen, Landkreisen und Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie dem Land Baden-Württemberg. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Gebäudesanierung von Flüchtlingswohnheimen, Schulen, Bürogebäuden, Krankenhäusern, Altenheimen und Studentenwohnheimen, aber auch die energetische Ertüchtigung von Kläranlagen oder die Erneuerung von Straßenbeleuchtungsanlagen. In Frage kommen auch Projekte, bei denen die Sanierung der Gebäudehülle integriert wird.

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH ist die Energieagentur des Landes. Aufgabe der KEA ist die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik in Baden-Württemberg: Sie berät Ministerien, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen bei Energieeinsparung, rationeller Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Baden-Württemberg. Der Sitz der KEA ist in Karlsruhe.

Ansprechpartner Pressearbeit
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH,
Solar Info Center, Emmy-Noether-Straße 2, 79110 Freiburg,
Tel. +49 761 38 09 68-23, Fax +49 761 38 09 68-11,
vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de

Ansprechpartnerin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit KEA
Ursula Rubenbauer, KEA Klimaschutz- und Energieagentur
Baden-Württemberg GmbH,

Kaiserstraße 94a, 76133 Karlsruhe,
Tel. +49 721 984 71-28, Fax +49 721 984 71-20,
ursula.rubenbauer@kea-bw.de, www.kea-bw.de



Weitere Informationen zum Download (PDF)



Zurück