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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 25.11.15 , gültig bis Mi. 02.12.15

Zum Thema „Beseitigung Bahnübergang Kleinsteinbach“

Kurzer Rückblick

Neun Jahre liegt bereits ein Unfall beim Bahnübergang Kleinsteinbach zurück, als eine Regionalbahn mit einem Bus kollidierte. In dessen Folge hat das Eisenbahn-Bundesamt festgestellt, dass bim Bahnübergang eine unzureichende Fahrbahnbreite für den Begegnungsverkehr von Sattelzügen besteht. Die Deutsche Bahn wurde deshalb aufgefordert, die Geschwindigkeit der Züge so weit zu reduzieren, dass diese rechtzeitig vor dem Bahnübergang halten können, wenn dieser nicht durch den Straßenverkehr geräumt ist. Seit dieser Anordnung passieren Züge den Bahnübergang mit 30 km/h, nachdem sie zuvor noch mit 110 km/h unterwegs waren.

Noch im gleichen Jahr 2006 unterzeichneten Bahn und Gemeinde eine Planungsvereinbarung zur Aufweitung des bestehenden Bahnübergangs.

Nachdem die Aufweitung des Bahnübergangs aus Platzgründen an Ort und Stelle nicht möglich war, fanden weitere Überlegungen statt. Diese führten letztlich zu einer Lösung, die eine komplette Schließung des Bahnübergangs zum Gegenstand hatte. Der hinter diesen Überlegungen stehende planerische Gedanke sieht nun die Schaffung einer neuen Anbindung der „Siedlung“ über die Industriestraße an die B 10 beim Klärwerk vor. Zu diesem Zweck müsste allerdings die Bundesstraße angehoben werden, um die Bahnlinie bzw. die Stromleitung queren zu können. Weiter wäre der Falkenweg über eine neue Straße an die Söllinger Straße anzubinden. Beim bestehenden Bahnübergang sollte lediglich noch eine Fußgängerunterführung verbleiben. Diese Lösung deckte sich mit der Forderung im Eisenbahnkreuzungsgesetz, wonach Kreuzungen zu beseitigen sind, wenn es die Sicherheit erfordert.

Momentaner Sachstand

Da sich die bestehende Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn im wesentlichen auf den Umbau des vorhandenen Bahnübergangs bezog, war der Abschluss einer neuen Planungsvereinbarung vorgesehen, damit die neue Planungssituation abgedeckt ist.

Diese aufwändige Lösung zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs würde nach heutigen Berechnungen zu Gesamtkosten von ungefähr 18 Mio. Euro führen, die finanzielle Belastung der Gemeinde läge bei etwa 5 Mio. Euro.

Vor diesem Hintergrund kam es im Juli zu dem mehrheitlich gefassten Gemeinderatsbeschluss, wonach die Unterzeichnung der neuen Planungsvereinbarung durch die Gemeinde abgelehnt wird. Einig war man sich im Gemeinderat darin, dass die Beseitigung des Bahnübergangs die anzustrebende Lösung ist. Die Mehrheit der Räte sah die Gemeinde jedoch zu großen finanziellen Risiken aufgrund diverser Unwägbarkeiten ausgesetzt. An dieser Haltung hat sich nichts verändert, was eine erneute Beratung im Oktober deutlich machte.





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