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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Di. 17.11.15 , gültig bis Mi. 25.11.15

Theatergruppe des Musikvereins Kleinsteinbach wieder in ihrem Element

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz

Eine karge Wohnküche mit Esstisch und Stühlen, einem Sofa, einem Schränkchen mit schnell Greifbarem und einer Kochplatte – das ist das genügsame Ambiente der Theatergruppe des Musikvereins Kleinsteinbach auf der Bühne der Aula der Grundschule Kleinsteinbach bei ihrem neuen Schwank „Indien ist überall“, einer verrückten, dreiaktigen Komödie, für die die Vorlage von Erich Koch in etwas abgewandelter Form den Stoff für eine turbulente Vorstellung, bei zweimal ausverkauftem Haus, lieferte. Die sechs Laienschauspieler, Sabine Liebke, Sylvia Künzler, Manuela Wild, Andreas Frey, Steffen Konstandin und Sven Wessinger – von der Standardbesetzung der letzten Jahre fehlte nur Larissa Künzler aus beruflichen Gründen (sie wirkte aber als Souffleuse mit) - , sind ein eingespieltes Team. Die Charaktere waren wieder auf die Eigenarten der Mimen bestens zugeschnitten. So spielt es sich auch leichter, und man wirkt authentischer. Intensives Proben („Sie waren unwahrscheinlich schön“) legte wieder die Grundlage für sicheres Auftreten. Schon seit Mai traf sich das Sextett wöchentlich, erhöhte die Textsicherheit, feilte an Kleinigkeiten des Auftretens und der sprachlichen und gestischen Wirkung. So schuf man wieder ein stimmiges Gesamtbild, beifallsverwöhnt mit Szenenapplaus und Schlussovationen durch ein begeistertes Publikum.

Es gab, wie in Volksschauspielkomödien meist üblich, wieder Irrungen und Wirrungen, unverhoffte Entwicklungen und natürlich ein Happy-End. Die Schauspieler übernahmen für ihre Rollen ihre bürgerlichen Vornamen. Steffen, als „Frauenflüsterer“ oder Heiratsschwindler bekannt, ist bei Verwandten untergetaucht, weil er von seiner letzten Flamme, der schönen Manu, einen stattlichen Geldbetrag ergaunert hat und sie ihm deshalb auf den Fersen ist. Spielmittelpunkt ist die gute Stube eines Bauernhofs, der vom Verwandten Andi betrieben wird, wo aber auch dessen Bruder Sven, ein schrulliger Finanzbeamter, lebt. Er hofft auf eine Beförderung. Seine Chefin Sylvia schwärmt angeblich für Indien und verlangt vom neuen Abteilungsleiter eine heile Familie. Steffen sieht darin auch die Chance für eine neue Geldquelle. Auf den Plan tritt auch die fünffache Witwe Sabine, die gezielt den aufgetauchten Frauenflüsterer umgarnt. Steffen kommt die Idee, Sylvia beim zu erwartenden Besuch eine indische Familie vorzugaukeln und so Svens Chancen zu erhöhen. Steffen schlüpft dazu in die Rolle der hochschwangeren Frau Svens mit Namen India, Andi muss den stummen Diener Mogli spielen und Sabine wird zu Svens alter Mutter Sari. Die erdachte Lösung geht aber total schief. Ein von Steffen vorbereitetes Gericht mit viel Curry und reichlich Alkohol wirken als wahres Abführmittel. Manu will Indias Kind als Hebamme zur Welt bringen; daneben kalbt auch noch eine Kuh auf dem Hof. Die Verwirrung ist perfekt, als auch noch eine alte Beziehung Sylvias und Svens mit Folgen zu Tage kommt. Doch wendet sich alles zum Guten. Sven wird befördert. Manu gewinnt Svens Zuneigung, und Steffen bleibt nichts anderes übrig, als Sabines eindringlichen Avancen nachzugeben. Man lag wohl wieder richtig bei der Stückauswahl und der schauspielerischen Umsetzung, wie der reiche Beifall und viele wohlwollende Kommentare zeigten.





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