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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 05.08.15 , gültig bis Mi. 12.08.15

Bürgerinformationsveranstaltung: „Flüchtlinge in Pfinztal“

Großes Interesse der Bürgerschaft

Landkreis rechnet mit 4.500 Flüchtlingen im Jahr 2015

Zu einer Informationsveranstaltung über die derzeitige Flüchtlingssituation hatte die Gemeinde Pfinztal am vergangenen Montag in die Hagwaldhalle Kleinsteinbach eingeladen. Rund 200 Zuhörer/-innen aus allen Ortsteilen wurden eingangs durch Knut Bühler, den Ersten Landesbeamten im Landratsamt Karlsruhe, über die Situation im Landkreis informiert.

Das Landratsamt ist nach der Erstaufnahme durch das Land für die „vorübergehende Unterbringung“ in den Gemeinschaftsunterkünften zuständig. Diese werden derzeit ausnahmslos in allen Kreisgemeinden errichtet, um den Zustrom an Flüchtlingen bewältigen zu können. Denn derzeit geht man von insgesamt etwa 4.500 Flüchtlingen aus, die im Jahr 2015 unterzubringen sind. Auch in Berghausen sollen deshalb ab Herbst bis zu 180 Menschen eine Unterkunft finden. Hier werden sie durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter betreut, erhalten Deutschunterricht und Hilfen sowie Begleitung zur besseren Integration. Ein mitunter befürchteter Anstieg der Kriminalität im Umkreis dieser Unterkünfte ist nach Information von Knut Bühler bisher nicht feststellbar.


Pfinztal ist für die Anschlussunterbringung zuständig

Nach ihrem maximal zweijährigen Aufenthalt in einer Gemeinschaftsunterkunft sind die Flüchtlinge in der sogenannten Anschlussunterbringung in den Kommunen unterzubringen. Die Gemeinde Pfinztal ist dann dafür zuständig, dass menschenwürdige Unterkünfte zur Verfügung stehen und die Integration in die Gemeinschaft gelingt.

Bürgermeisterin Nicola Bodner informierte, dass die Gemeinde eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge in Pfinztal anstrebt. Gemeint ist damit die Verteilung der Flüchtlinge auf alle Ortsteile in überschaubaren Wohneinheiten. Damit soll einer Ghettobildung entgegengewirkt und die Integration erleichtert werden.

Die Gemeinde ist im Wissen dieser Aufgabe seit etwa eineinhalb Jahren auf der Suche nach Wohnungen und Gebäuden. Erste Objekte in Söllingen sind gefunden, in Kleinsteinbach steht die Gemeinde ebenfalls kurz vor dem Erwerb eines Objekts. In Berghausen werden derzeit zusätzlich die in die Jahre gekommenen sogenannten „Hollandhäuser“ durch neue Wohncontainer ersetzt. Um eine Einweisung der Flüchtlinge in Gemeindehallen zu vermeiden, müssen allerdings weitere Objekte gefunden werden.

Positiv bewertete die Bürgermeisterin die Tatsache, dass sich in Pfinztal bereits viele Menschen in einer ehrenamtlichen Willkommens-Initiative unter dem Dach der Gemeinde zusammengefunden haben. Hier wird über Möglichkeiten der Hilfe und Integration dieser Menschen nachgedacht und diese aktiv umgesetzt. Der Gemeinderat hat darüber hinaus einer zusätzlichen Stelle für die Betreuung der Flüchtlinge zugestimmt. Auch die Verwaltung besitzt bereits jahrelange Erfahrung in der Unterbringung. So strebt man an, die einzelnen Wohneinheiten mit harmonierenden Volksgruppen zu besetzen und möglichst ganzen Familien eine Aufnahme zu gewähren. Hierfür ist wie bisher eine enge Kooperation mit dem Landratsamt erforderlich, das allerdings deutlich macht, dass diese Strategie nicht vollständig realisierbar sein wird. Denn bei über der Hälfte der Flüchtlinge handelt es sich um alleinstehende Personen.

Nach den Informationen der Fachleute nutzten viele der interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen vorbringen zu können.





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