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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 24.06.15 , gültig bis Mi. 01.07.15

Kunst im Rathaus: Raimund Tscheuschner

Das Bild „Pfinzgaukatze“ ist in der Fantasie von Raimund Tscheuschner entstanden und ist eine Hommage an Söllingen. Zu nächtlicher Stunde, im Licht des Mondes, balanciert eine Katze auf den Firstziegeln eines Daches, auf denen rote Kreuze mit tief gesetztem Querbalken, dessen Spitze ein Winkel mit abwärts gekehrten Schenkeln darstellt (das Söllinger Ortswappen), aufgesetzt sind. Eigens für die Ausstellung „Für die Kunst“ in der Reihe „Kunst im Rathaus“ hat der Karlsruher Künstler das originelle Bild gemalt. In Eitempera, der von ihm bevorzugten Maltechnik. Der gebürtige Freiburger kam zum Studium der Malerei an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in die Fächerstadt, zu Professor Harry Kögler, der Eitempera favorisierte; und er blieb. Drei Jahrzehnte ist er nun freischaffender Künstler und hat in der Bundesrepublik mit seinen expressionistisch-gegenständlichen Malereien von sich reden gemacht. Erstmals ist Raimund Tscheuschner mit 20 Bildern, die einen mehrjährigen Querschnitt repräsentieren, in der Gemeinde Pfinztal. Ins Atelier geht der 57-Jährige erst, nachdem zuvor eine Ideensammlung in eine Titelliste mündete, die dann abgearbeitet wird. Berührungsängste vor einem Thema sind Tscheuschner fremd. Es beginnt mit Kohlezeichnungen auf Papier, deren Ursprung in der Literatur, Mythologie, in Kinderbüchern, der Fantasie oder Inspirationen des Alltags liegen. Die Zeichnung wird danach auf Leinwand übertragen. Damit beginnt die Arbeit mit Eitempera, der zu gleichen Teilen aus Eigelb, Leinöl und Wasser entstehenden Mischung, mit leuchtstarken und intensiven Farben. Im Erd- und Obergeschoss des Rathauses werden Titel wie „Don Quijote“, „Eule“, „Katze mit Fisch“ oder „Krähen“ gezeigt. Die Vorgehensweise an der Staffelei vergleicht Tscheuschner mit einem dynamischen Prozess. So werden die Konturen der Zeichnung nicht selten von momentanen Entwicklungen auf der Leinwand verändert. Was entsteht, wie beispielsweise „Aus die Maus“, „Schlachtross“, „Seiltänzer“ oder „Vor dem Rennen“, sind Bildräume, in denen sich Geschichten ausbreiten, immer wieder neu und mit offenem Ende. Dabei schaffen sich die Figuren scheinbar eigenmächtig den Raum.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist bis 31. August, während der Öffnungszeiten des Rathauses, Hauptstraße 70, in Söllingen, zu sehen. Montag bis Freitag von 08.30 bis 12.00 Uhr sowie Montag und Donnerstag von 13.30 bis 18.00 Uhr.





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