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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 03.06.15 , gültig bis Mi. 10.06.15

Für die Pfinz: 4.000 junge Bachforellen

Die Pfinz, Namensgeberin für die Gemeinde, ist ein ca. 60 Kilometer langes Flüsschen, das durch den nördlichen Enzkreis und den Landkreis Karlsruhe fließt, bevor es bei Rußheim in den Rhein mündet. Sie entspringt am nördlichen Rand des Schwarzwalds in den Pfinzquellwiesen zwischen Langenalb und Pfinzweiler (Gemeinde Straubenhardt) auf dem Alb-Pfinz-Plateau. Im weiteren Verlauf tangiert sie die Ittersbach und durchquert die Ortschaften Weiler, Nöttingen, Wilferdingen und Singen. Dort mündet der Kämpfelbach bei der Köber-Mühle und in Kleinsteinbach der Bocksbach in die Pfinz. Bei Karlsruhe-Grötzingen tritt sie in die Rheinebene ein und verläuft dort, verteilt auf mehrere Gräben und Kanäle, durch einige nördlich von Karlsruhe gelegene Ortschaften in Richtung Nordwesten, bis sie bei Dettenheim-Rußheim in den Rhein mündet.

Pächter des Gewässers im Bereich der Gemeinde Pfinztal ist der Anglerverein Forelle Pfinztal, der neben regelmäßigen Putzaktionen in den vergangenen Tagen auch einen Fischbesatz durchführte. Dies ist erforderlich, da das Gewässer nicht über genügend geeignete Laichplätze verfügt. Durch eine wesentliche Verbesserung der Wasserqualität und den regelmäßigen Einsatz von Jungfischen hat sich der Fischbesatz in der Pfinz erhöht. Für Wildenten, Gänse und Reiher ist das kleine Flüsschen Heimat und auch Revier.

Für Gewässerwart Martin Lohse, unterstützt von seinem Vorgänger im Ehrenamt, Reinhold Ringwald, gehört die Aufgabe zum alljährlichen Pflichtprogramm. „Regionale Jungfische werden favorisiert, weil sie an die Mineralienzusammensetzung des regionalen Wassers angepasst sind und sich deshalb besser entwickeln“, sagt Martin Lohse. Dabei deklariert die offizielle Bezeichnung „Bachforellen-Vorsömmerlinge“ Fische, die zwei bis drei Zentimeter lang und zwischen ein und zwei Gramm schwer sind. Beim Aussetzen an verschiedenen Stellen des Pfinzlaufs werden die Kunststoffsäcke zum Temperaturausgleich ins Pfinzwasser gelegt und dann langsam das Transportwasser mit solchem aus der Pfinz gemischt, um einen Temperaturschock für die Fische zu vermeiden. In der Pfinz suchen die Mini-Bachforellen sofort geschützte Stellen unter Steinen oder in Ritzen der Uferbefestigung. Das Wachstum ist maßgeblich vom Nahrungsangebot im Gewässer abhängig. In der Pfinz gibt es viele Bachflohkrebse, die Hauptnahrung der meisten Forellen. „Die Anzahl der Bachflohkrebse in einem Gewässer ist ein Indikator für die Gewässergüte“, informierte Reinhold Ringwald. Insofern handelt es sich bei der Pfinz um ein gesundes Gewässer. Die Jungfische fressen daneben auch gerne das den Enten entgangene Brot. Und so haben die Mitglieder des Anglervereins die Hoffnung, dass sich die Jungtiere gut entwickeln und irgendwann auch einmal an der Angel hängen bleiben.





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