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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 23.04.15 , gültig bis Mi. 29.04.15

50 Jahre „neue“ Schule in Kleinsteinbach

Wechselvolle Geschichte der Kleinsteinbacher Schule und ihrer Schulhäuser

Kleinsteinbach blickt in diesen Tagen auf das 50-jährige Bestehen seiner 1964 als neue Volksschule gebauten und heute vor allem als Grundschule genutzten Bildungsstätte zurück. Eingeweiht wurde die neue Schule am 7. November 1964; wegen schulinterner Zwänge feiert man erst jetzt. Der Festakt zum Jubiläum mit Rahmenprogramm, Theaterstück über die Schule von früher, dazu auch eine interessante Fotoausstellung mit Klassenbildern aus mehreren Jahrzehnten, eine Filmvorführung, Spiele aus vergangenen Zeiten und eine Modenschau, findet am Samstag, 25. April, ab 11.00 Uhr in der Aula statt und ist eingebettet in ein Schulfest.

Der Geburtstag gibt Anlass, in den Annalen der Kleinsteinbacher Schulgeschichte und besonders seiner Schulgebäude zu blättern. Erstmals gingen Kleinsteinbacher Kinder nach der Genehmigung eines Schulbetriebs im April 1770 an ihrem Wohnort zur Schule. Zuvor hatten sie die Schule in Remchingen besucht. Die Einrichtung einer Bildungsstätte vor Ort war durch die Bereitschaft des damaligen Schultheißen Adam Brückel möglich, der eine Stube seines Wohnhauses als Schulraum zur Verfügung stellte und auch den Schulmeister beherbergte. Dies ist aus der Ortschronik zu entnehmen. Ein eigenes Schulgebäude gab es erst seit 1783. Damals stellte der Markgraf das Bauholz zur Verfügung; der Bau mit Schulstube und Lehrerwohnung stand an der unteren Söllinger Straße, wo sich heute die Sparkasse befindet. Wechselvoll blieb von da an die Geschichte der Schulhäuser. Schon um 1800 war das Schulzimmer bei 40 Schülern zu klein; ein Umbau in den Jahren 1831 bis 1833 brachte Besserung, so dass ein angedachter Neubau hinausgeschoben wurde. 1851 erhielt das Schulhaus einen zweiten Stock und nahm auch die Gemeindeverwaltung auf. Als 1874 die Schülerzahl auf 130 anstieg, war der Neubau eines Schulhauses, rund 100 Jahre nach dem ersten, nicht mehr zu umgehen. 1879 wurde er schließlich in der Bockstalstraße, wo heute das Feuerwehrhaus steht, verwirklicht. Er bestand aus zwei Schulräumen im Erdgeschoss; im Obergeschoss wurde die Wohnung des Schulleiters, damals Hauptlehrer genannt, eingerichtet. 1880 kam als zweite Lehrkraft ein Unterlehrer hinzu. In den Zeitraum des ausgehenden 19. Jahrhunderts fiel auch die 1885 erfolgte Einrichtung einer „Kinderbewahranstalt“ durch die Innere Mission.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es durch steigende Schülerzahlen im alten Schulhaus von 1879 zu eng. Im ehemaligen Rat- und Wachhaus, das an der Einmündung der Bahnhofstraße (heute Burgstraße) in die Bundesstraße stand (es wurde 1972 aus Verkehrsgründen abgerissen), konnten zwei weitere Schulräume eingerichtet werden. Das Raumangebot musste außerdem anfangs der 1960er-Jahre noch durch Umnutzung eines Teils des gemeindeeigenen Hauses am Sportplatz zu Schulräumen erweitert werden. Bei nun drei räumlich weiter getrennten Schulgebäuden war damals für die rund 200 Schüler und drei Lehrer eine Situation eingetreten, die den Gemeinderat der noch selbstständigen Gemeinde zu einer weitsichtigen Lösung herausforderte, um einen geordneten, den gestiegenen Anforderungen gerecht werdenden Unterricht, zu ermöglichen. Zusammen mit Vertretern des Kultusministeriums fand man die Lösung: Bau einer neuen Schule im Gewann „Baumschulwiesen-Mehläcker“.

Die Fortsetzung des Berichtes lesen Sie in der kommenden Woche.





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