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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Kirche/Religion | Mitteilung vom Di. 31.03.15 , gültig bis Mi. 08.04.15

Rund um die Kirche - Martinskirche Berghausen

ganz schön alt und neu

Über 750 Jahre ist die Ersterwähnung einer Martinskirche in Berghausen. Die Namensgebung lässt auf eine Entstehung im frühen Frankenreich schließen, bevor St. Martin von Michael als Schutzpatron der Deutschen abgelöst wurde. Der massive Turm wurde vermutlich um 1100 über einem Gräberfeld errichtet und ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude im Pfinztal. Die Turmspitze ist mit 137,4 m über NN angegeben. Wesentlich jünger ist das Kirchenschiff- 1962 fand die Einweihung statt. Das alte Gebäude wurde 1961 abgerissen, dabei wurden viele erhaltenswerte Dinge buchstäblich dem Zeitgeist geopfert: geschnitzte Türen, Kanzel, Altar, Fenster- und Türgewände aus Sandstein mit eingemeißelter Inschrift „errichtet unter Markgraf Christoph“. Markgraf Christoph regierte zu der Zeit, als Columbus Amerika wiederentdeckte. Glücklicherweise erhalten blieben der Taufstein, das Kruzifix aus Lindenholz, das Epitaph des Freiherrn von Selmnitz, die Grabplatten des Freiherrn und der Freifrau von Selmnitz, das Tabernakel, die Grabsteine der Pfarrer Mylius und Wild sowie das Glasbild vom Guten Hirten. Auch neue Kunstgegenstände sind hinzugekommen. Willi Rappold hat den siebenarmigen Leuchter, die Kniebank für Einsegnungen und den Ständer für die Osterkerze geschmiedet.

Ab der Karwoche bis zum Reformationstag ist die Kirche tagsüber geöffnet. Eine Gebetswand lädt ein, Gebetsanliegen aufzuschreiben und in eine Wabe einzulegen. Auch liegen Informationen zur Kirchengemeinde und natürlich zur Martinskirche auf. Hin und wieder finden Kirchenführungen statt.

Text und Fotos: Volker Hans Vortisch





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