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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 18.03.15 , gültig bis Mi. 25.03.15

Kabarettistischer Heimatabend im Pfinztaler Bürgerhaus

Im Pfinztaler Bürgerhaus machte man sich in der vergangenen Woche Gedanken zur Heimat. Konkret waren dies Fidelius Waldvogel, ein gestandenes Mannsbild aus dem Südschwarzwald, und sein Publikum. Gespielt von Martin Wangler zeigte der auf, was überall gültig ist: Daheim sind die Wurzeln, daheim schlägt das Herz. Egal ob im 173 Kilometer entfernten Breitnau beim Feldberg, wo Martin Wangler herkommt oder im mittelbadischen Pfinztal, die Gedanken sind dieselben. „Wo kommst du her', war die einleitende Frage an das Publikum. Erst als das geklärt war, konnte in ein zweistündiges lehrreiches und unterhaltsames Programm mit kabarettistischen, schauspielerischen und musikalischen Einlagen eingetaucht werden.

Vor zehn Jahren hat Martin Wangler mit seinem ersten Soloprogramm „Breitnau Calling“ von sich hören gemacht. Er wollte seine Bestimmung und Berufung auf seinen Heimatort aus seiner Sicht kundtun. Viele Gedanken hatte er sich dazu gemacht. Damals, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, hatte das Thema „Heimat“ nur wenig interessiert, weiß er von den Anfängen. Mittlerweile jedoch hat sich um die Heimat ein richtig neuer Hype entsponnen, auch gerade dank Leuten wie Fidelius Waldvogel. Und davon soll nun auch Pfinztal profitieren. In Söllingen kommt der waschechte Alemanne schwer bepackt in Werktagsmontur mit Zipfelmütze an. Akkordeon, Gitarre und „Furzfässle“ sind als instrumentale Begleitung mit dabei. Mit „Fangen wir an , dann werden wir fertig!“ gibt er den Startschuss mit frohem Blick.

Das „Breitnau Calling“ steht als Lobeshymne für Fichtennadelduft und Güllegeruch. Zur kulturellen Grundausbildung gehört dort auch das Singen, weshalb ein schönes Volkslied gemeinsam angestimmt werden soll. Doch welches? Etwa „Bei uns im Schwarzwald“. Textsicher sind schließlich beide Seiten bei „O Tannenbaum“, was klatschen und lachen zum Ausdruck bringen. Schluck für Schluck wurde den Besuchern Heimat verabreicht. Beispielsweise reihum durch reine Milch aus dem Hochschwarzwald zum Probieren.

Der Trendsetter hatte schnell die Pfinztaler erreicht, trotz Sprachbarriere. Allemal war verständlich, trotz wiederholt zum Hochdeutschen gezwungen und mit Gesten unterstützt, was im Rampenlicht zum Besten gegeben wurde. Ein Schmankerl war die als Bolero mit Furzfässle choreografierte „Liebe zu einem Hahn“.

Gerade arbeitet Martin Wangler an seinem vierten Soloprogramm. Gewiss etwas Heimatliches, was ein Wiedersehen in Pfinztal sicher macht. Dafür und für die kulturelle Grundausbildung sowieso gab es viel Applaus.





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