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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 11.03.15 , gültig bis Mi. 18.03.15

Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pfinztal

Brandunglück im Fokus der Berichte

In Gänze überschattet wurden die Berichte bei der Jahresdienstversammlung der Feuerwehr Pfinztal vom Brandunglück mit Todesfolgen im Januar 2015. Nicht nur Pfinztal-Kommandant Frank Bauer in seinem Rechenschaftsbericht, sondern auch Bürgermeisterin Nicola Bodner als „Dienstherrin“ der Wehr und Kreisbrandmeister Thomas Hauck in ihren Grußworten machten das tragische Geschehen zum zentralen Thema. Dabei sprach F. Bauer von einem „an Dramatik kaum zu überbietenden Einsatz“, bei dem die Wehr trotz des bedauernswerten Ausgangs „alles richtig“ gemacht habe, was auch von T. Hauck ausdrücklich bestätigt wurde. Die von Außenstehenden in Foren geäußerte Kritik am Feuerwehreinsatz bewertete Nicola Bodner als „fehlender Respekt“ der Schreiber gegenüber den Einsatzkräften. T. Hauck sprach gar von einer „Riesensauerei“ verantwortungsloser Zeitgenossen. Für ihn habe sich auch gezeigt, dass nicht die Quantität, sondern die Qualität der Einsätze immer prägender in der Feuerwehrarbeit wird. Gerade in Pfinztal habe sich gezeigt, welche physischen und psychischen Anforderungen von den Einsatzkräften in bewundernswerter Weise gemeistert wurden. Die wertvolle Arbeit der Notfallseelsorge und der Nachsorge nach dem Unglück wurde ausdrücklich gewürdigt; Pastoralreferent Thomas Trzebitzky machte in seinem Grußwort erläuternde Ausführungen zu deren Arbeit.

Aus der stattlichen Zahl von insgesamt 166 Einsätzen fiel neben dem erwähnten Ereignis besonders ein Tiefgaragenbrand ins Gewicht, bei dem man bei personal- und materialintensivem Einsatz, so Bauer, „mit einem blauen Auge“ davongekommen sei. Über die Hälfte der Einsätze entfiel auf Brände und technische Hilfeleistungen. Fast 1.700 Einsatzstunden wurden registriert. „Alle Einsätze wurden erfolgreich und zur vollen Zufriedenheit abgearbeitet“, stellte der Kommandant resümierend heraus. Er lobte die hervorragende Unterstützung durch die Rettungs- und Sicherheitsdienste wie DRK und Polizei und durch Nachbarwehren.

Die Mitgliederstatistik weist eine Einsatzmannschaft von 143 Mitgliedern (davon 14 Frauen) und 44 Kameraden der Altersmannschaft aus. Die gute Jugendarbeit trage Früchte; ein attraktives Angebot sei Grundbedingung um den Stand zu sichern. Dies unterstrich auch Jugendfeuerwehrwart Sascha Beckmann, der 41 Jugendliche (31 Jungen, zehn Mädchen) in Ausbildung erwähnte und das reiche Jahresprogramm skizzierte. Schriftführer Sören Kuglstatter resümierte die sechs Sitzungen des Feuerwehrausschusses zur Bewältigung der vielfältigen Arbeitsbereiche. Die finanzielle Situation der Kasse fasste Timo Spitz knapp zusammen; ein kleines positives Ergebnis wurde festgestellt. Vielfältig war laut F. Bauer die Ausbildungsbilanz. Ihre Bedeutung hob auch KBM Hauck besonders hervor. In Anbetracht neuer Geräte und Fahrzeuge wachse die Verantwortung immer mehr. Viel Lob galt der Bürgermeisterin für „ein stets offenes Ohr“, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung für das große Interesse an den Belangen der Wehr und die Unterstützung zur Erfüllung des Bedarfsplans. Nach Anschaffung eines Gerätewagens Logistik soll 2016 eine neue Drehleiter hinzukommen, betonte die Bürgermeisterin. Außerdem soll die Stelle eines hauptamtlichen Feuerwehrsachbearbeiters bei der Gemeindeverwaltung eingerichtet werden. Auch die Zusammenarbeit mit dem Unterkreis funktioniere reibungslos. Dessen Leiter Klaus Breitinger würdigte die sehr gute Kontinuität und den Personalstand der Pfinztal-Wehr. Der Ausbildungsstand sei vorbildhaft, ebenso die Zusammenarbeit der Abteilungen. Das Standbein Jugendfeuerwehr rückte der neue Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Holger Roßwag, besonders in das Blickfeld. Mit dem gemeinsam gesungenen Badnerlied, musikalisch begleitet von einer Jugendgruppe des Musikvereins Wöschbach, klang die harmonische Versammlung aus.

Text: Karlheinz Wenz





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