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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 26.11.14 , gültig bis Mi. 03.12.14

Asylbewerberunterkunft wird in Pfinztal errichtet

Auch in Pfinztal wird eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber errichtet. Erster Landesbeamter Knut Bühler und Finanzdezernent Ragnar Watteroth waren am 19. November in die Aula des Bildungszentrums in Berghausen gekommen, um den rund 130 Besuchern die Planungen vorzustellen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bürgermeisterin Nicola Bodner.

Reichten bis zum Jahr 2012 dem Landkreis noch 200 Plätze, um alle Asylbewerber für die Dauer ihres Verfahrens unterzubringen, musste der Landkreis Ende 2013 bereits 800 Plätze anbieten. Ende diesen Jahres sind 1.500 Plätze notwendig und Ende 2016 geht man gar von 3.500 Plätzen aus, wie die Vertreter des Landratsamtes anhand der Flüchtlingszahlen aufzeigten. Eine enorme Kraftanstrengung, die nur im Schulterschluss und in Kooperation mit allen Städten und Gemeinden geleistet werden könne.

13 Gemeinschaftsunterkünfte gibt es im ganzen Landkreis bereits, weitere sechs sind aktuell in Planung. Mitte nächsten Jahres soll auch eine Unterkunft in Pfinztal errichtet werden, die bis zu 180 Personen Platz bietet. Finanzdezernent Ragnar Watteroth informierte, dass der Landkreis hierzu ein Gelände am Ortsausgang von Berghausen in Richtung Jöhlingen erwirbt, auf dem ein Investor feste dreigeschossige Wohneinheiten errichten wird. Zur Anwendung wird auch hier ein Betreuungskonzept kommen, das vor Ort Heimleitung, soziale Betreuung und Hausverwaltung umfasst. Unterstützt werden die hauptamtlichen Kräfte durch ehrenamtliche Initiativen, die sich an allen Standorten von Gemeinschaftsunterkünften formiert hatten, wie Erster Landesbeamter Knut Bühler ausführte.

Der Leiter des Polizeireviers Durlach Karlheinz Lachstädter ergänzte, dass es im Bereich von Gemeinschaftsunterkünften bislang zu keinen besonderen Problemen gekommen ist.

In Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises wohnen Asylbewerber für die Dauer ihres Verfahrens, längstens jedoch zwei Jahre lang. Für die Unterbringung danach sind die Städte und Gemeinden zuständig. Pfinztal hat im laufenden Jahr bereits neun Menschen aufgenommen, neun weitere Personen könnten bis Jahresende noch anstehen und in den kommenden Jahren ist auch hier mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen.

Bürgermeisterin Bodner informierte zusätzlich darüber, dass die Gemeindeverwaltung im Blick auf diese neue Situation bereits im Gespräch mit Vertretern der Pfinztaler Kirchen und Religionsgemeinschaften ist. Ziel sei es, Zug um Zug eine gemeinsame Strategie für sinnvolle und zielführende ehrenamtlich geleistete Hilfen zu entwickeln. Mit weiteren kommunalen Einrichtungen, übergeordneten Behörden, Vereinen und Interessierten werden in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls intensive Gespräche geführt.





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