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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 19.11.14 , gültig bis Mi. 26.11.14

Geglückte Synthese aus Worten und Tönen im Bürgerhaus

Mundart mit Wolfgang Müller und Musik von Solisten des Posaunenchors Söllingen

Im Bürgerhaus in Söllingen betrieben der Mundartdichter Wolfgang Müller und ein Ensemble des Posaunenchors Söllingen eine überzeugende Synthese aus Reimen und Musik. Dennoch war die Verständigung mit den Zuhörern nicht immer leicht. Ob Wolfgang Müller mit seinem 'mittelbadisch- fränkischen Söllinger-Deutsch' oder die Posaunisten, die mit Spaß und Improvisationen einen Mix aus Chansons, Evergreens und Jazz servierten, manches blieb im ersten Moment vielleicht unklar. Dennoch, „aneinander vorbei geschwätzt“, wie es der Volksmund so schön sagt, wurde keinesfalls, dafür sorgten hochsprachliche Worterklärungen, wenn es gar zu unverständlich wurde. Der Abend unter der Überschrift „Hosch do noch Tön?!“ und in Söllinger Regie gelang rundum.

Die Ohren spitzen, um den mitunter verschmitzten Versen des Söllinger Poeten Wolfgang Müller zu folgen, war ein Muss. Die Zuhörer ließen sich mitnehmen in die herbstliche Jahreszeit und dafür aufbereiteten Mehrzeilern, etwa „Wiedersehen macht Freude“, dem besinnlichen „Trübsal blasen“ oder den heiter besinnlichen „Sinnesstörungen“.

Gerade erst hat Wolfgang Müller für die Tourismusregion Kraichgau-Stromberg mit „Besen“ ein Schlagwort sinnlich wohlverpackt kreiert. Bekanntlich liegen die Pfinztaler Ortsteile Berghausen, Kleinsteinbach und Söllingen an der Weinstraße Kraichgau-Stromberg und mithin weiß man hier genau von welchen Besen die Rede ist. Das Musiksextett mit zwei Posaunen (Christoph Goerke und Manuel Wittek), Gerhard Goppelt (Trompete), Laura Körfer (Horn), Miriam Rückert (Sopran) und Johannes Weiß (Piano und Trompete) tischte beispielsweise „Fly Me To The Moon“, „Halelujah Drive“, „Cantaloupe Island“ und maßgeschneidert zum Schluss den Choral „Abendlied“ auf.

Wolfgang Müller hat sich als Bewahrer der Mundart in der Region und darüber hinaus längst einen Namen gemacht. Beispiel: „Auch im Dreiländereck und genau in Basel habe ich kürzlich bei einem Forum mit meinem Söllinger-Fränkisch für Hellhörigkeit gesorgt, was mich mit Stolz erfüllte“, sagte der inzwischen sich im Ruhestand befindliche Pädagoge. Das landläufige „Der Ofen ist aus“ trifft auf Wolfgang Müller nicht zu. Der nutzt die sich ihm bietenden Chancen, die Mundart zu stärken, konsequent. Dabei drückt er in kurzen Worten viel aus, wie bei „Bildungsurlaub“, „Klapperstorch“ oder der Anekdote vom „Lumpensammler“ dem Wertstoffentsorger von einst.





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