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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 19.11.14 , gültig bis Mi. 26.11.14

Zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Bei der zentralen Gedenkfeier auf dem Friedhof in Söllingen sprach Ortsvorsteher Tilo Reeb bei der Begrüßung die Überzeugung aus, dass es sehr wohl gelingen kann, Brücken zwischen Menschen zu schlagen, die sich lange Zeit feindselig gegenüberstanden. Durch Vergeben und Verzeihen werde die Saat gelegt, damit man sich mit gegenseitigem Respekt begegnen kann. Im Laufe der Zeit können aus ehemals Verfeindeten Freunde werden, was sich aus der Geschichte belegen lässt. Dieses Vergeben und Verzeihen beinhalte aber nicht das Wort 'vergessen', denn vergessen dürfe man das große Leid, das die Weltkriege und auch die Kriege unserer Zeit verursachen, niemals.

Eine neue Gedenktafel am Ehrenmal auf dem Söllinger Friedhof trägt die Namen der 100 Toten des Ersten Weltkriegs, die in Söllingen zu betrauern waren. Diese Gedenktafel komplettiert damit die Gedenkstätte auf dem Friedhof bei der Kapelle zu Ehren der Söllinger Toten beider Weltkriege. Bisher wurde den Söllinger Opfern des Ersten Weltkrieges mit einer Ehrentafel aus Stein an der Außenwand der evangelischen Michaelskirche gedacht. Die Tafel aus Edelmetall wurde mit Mitteln der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe finanziert.

„Der Volkstrauertag ist ein Tag des sich Erinnerns und mahnt zu Frieden und Freiheit in der Welt.“ Bei der zentralen Gedenkfeier der Gemeinde Pfinztal auf dem Friedhof in Söllingen wurde dies deutlich zum Ausdruck gebracht. Der Söllinger Ortsvorsteher Tilo Reeb bezeichnete das gemeinsame Gedenken als aktives Zeichen.

Mit „Gedanken der Jugend zum Krieg“ hatten Gunda, Jonas und Melissa aus der Kunststufe Klasse 12 des Ludwig-Marum-Gymnasiums Pfinztal ihren Beitrag überschrieben. Der Volkstrauertag hat danach als wichtiger Tag die Botschaft „Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen“ und „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung“.

Dr. Martin Michel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, vertiefte in seinen Worten die Gedanken der drei Schüler. Am Volkstrauertag als verbleibende und verpflichtende Aufgabe gelte es, dem gewalttätigen Bösen, das nach Herrschaft trachtet, eine Absage zu erteilen und dem schüchternen und leisen Guten den Weg zu bahnen. „Gedenken, denken, beten“, dazu biete der Volkstrauertag im Einklang mit der Friedensarbeit die Möglichkeit.

An der Gedenkstätte wurde ein Kranz niedergelegt, passende Worte des Gedenkens fand Bürgermeisterin Nicola Bodner, während der Söllinger evangelische Gemeindepfarrer Norbert Gantert das Schlussgebet sprach. Die Feier mitgestaltet hatten der gemeinsame Männerchor des Männergesangvereins Söllingen und des Fröhlich‘schen Männerquartetts Berghausen sowie das Orchester des Musikvereins Söllingen.





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