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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 05.11.14 , gültig bis Mi. 12.11.14

Die neue Hansabrücke über die Pfinz in Berghausen ist jetzt an ihrem Platz

Die neue Hansabrücke über die Pfinz in Berghausen hat einen langen Weg hinter sich, genau 542 Kilometer. Gefertigt in Fresenburg im Landkreis Emsland in Niedersachsen hat die Stahlkonstruktion, mit einem Belag aus Eichenbohlen, die Vorgängerbrücke ersetzt. Die stand seit dem Sommer 1925 an ihrem Platz und verband die Oberlin- mit der Selmnitzstraße. In unregelmäßigen Abständen musste immer wieder der Bodenbelag erneuert werden, zuletzt 2012. Die angerosteten Hauptträger aus Stahl beeinträchtigten die Verkehrssicherheit, wie bei Kontrollen zuletzt festgestellt wurde. Der Fachbereich Bauen und Planen der Gemeindeverwaltung hatte deshalb vor zwei Jahren bereits Mittel für die Brückensanierung angemeldet. Die große Lösung wurde vom Gemeinderat damals gestrichen, lediglich der Brückenbelag konnte erneuert werden. Jetzt aber war die Dringlichkeit nicht mehr aufzuschieben: In den Haushalt 2014 wurde die Erneuerung der Hansabrücke mit rund 65.000 Euro aufgenommen.

Eine Spezialfirma aus Fresenburg hat die Brücke mit 16,5 Meter Länge und 2,27 Meter Gesamtbereite (die Wegbreite für Fußgänger und Radfahrer beträgt 1,85 Meter) und Handläufen aus Edelstahl gefertigt. Die alte Hansabrücke wurde beseitigt, der Metallrahmen geht nach Niedersachsen. Die bisherigen 44 Millimeter starken Dielen aus Douglasienholz werden im Gemeindebauhof zwischengelagert und für andere Brücken als Belag verwendet. Die neue Brücke mit einem Gesamtgewicht von 8,5 Tonnen wurde von einem Schwerlastkran passgenau auf vier elastische Lager aus 2,5 Zentimeter dickem Kunststoff gesetzt. Zwei Tage war der vielgenutzte Verbindungsweg für die Aktion gesperrt.

Über die Namensgebung der Brücke informiert das Berghausener Heimatbuch von 1961: 'Wer vor dem Steg über das Flüsschen beim Kindergarten Oberlinhaus auf die gegenüberliegende Pfinzseite wollte, musste die damalige große Steinbrücke mit vier Bogen im Ortskern benutzen. Der Stegbau der neuen Brücke war fortgeschritten, die Pfeiler auf beiden Uferseiten gesetzt und der Kran stand parat, um die Brücke auf die Widerlager zu setzen. Dann kam´s: Nachbarn hatten den Brückenbauern Johannisbeerwein gegen den Durst gereicht. Der süffige so genannte „Hanseträubleswein“ zeigte seine Wirkung. Die Brücke landete statt auf den Pfeilern in der Pfinz.' Nach der Reparatur des beschädigten Bauwerks gelang ohne den „Hansa-Trunk' der zweite Versuch problemlos.





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