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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Ferienprogramm | Mitteilung vom Mi. 13.08.14 , gültig bis Mi. 20.08.14

Keltenfamilie Abnoba aus Straubenhardt unterrichtet Pfinztaler Kinder

Einen praktischen Einblick in das Handwerk des Webens mit Brettchen erhielten Ferienkinder in Pfinztal. Erich Fuchs und Marianne Sabieraj, Mitglieder der Keltenfamilie Abnoba, dies ist der Name der keltischen Göttin des Schwarzwalds, machten das Angebot. Jungen und Mädchen zeigten sich interessiert an dieser aus der Kulturperiode der Eisenzeit stammenden Kunst. Beim Brettchenweben soll ein Freundschaftsband gefertigt werden. Jeder hat seinen „Webstuhl' mit sechs quadratischen Kartonbrettchen und einem Schiffchen aus demselben Material. Ein Loch in jeder Ecke des Brettchens machen in der Summe 24 und folglich wird mit 24 farbigen Fäden gearbeitet. Zu diesen Kettfäden hinzu kommt der sogenannte Web- oder Schussfaden, der auf dem Schiffchen sich befindet. Die Abfolge ist stets dieselbe: Brettchen drehen, Anschlag, Schiffchen durchziehen.

Aufmerksamkeit und Geduld ist gefragt und es gilt, konzentriert zu bleiben, lautet die Vorgehensweise. So ist es wichtig, die Fäden immer in Spannung zu halten, damit sie stramm sind. Dann wird der Faden mit dem Schiffchen geschoben, der Anschlag folgt und sofort wieder anziehen. Das Drehen der Brettchen schließlich erzeugt das Webmuster.

Das bunte Freundschaftsband wächst mal weniger, mal mehr. Hilfestellung ist vonnöten für die kleinen Weberlehrlinge. Hat es die gewünschte Länge, nimmt Marianne ihre keltische Schere und schneidet die 24 Fäden in gebührendem Abstand zum gewebten Ende ab. Das Schlussstück des Bands soll nämlich mit mehreren selbst geflochtenen Zöpfchen enden. Diese Handarbeitstechnik wiederum kennen die Jungen und Mädchen zumeist.

„Heute habt ihr mit sechs Brettchen gearbeitet und gewebt“, stellen Erich und Marianne fest und machen am Ende noch auf belegte Ausgrabungen aus der Keltenzeit aufmerksam. Bei diesen wurden Anlagen zum Brettchenweben, die damals aus Tierknochen bestanden, mit bis zu 130 Knochenbrettchen gefunden. Mit bis zu 24 Brettchen kann Marianne Sabieraj weben. Für den Moment waren die Pfinztaler Kinder jedenfalls sprachlos.





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