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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 13.08.14 , gültig bis Mi. 20.08.14

Pfinztal-Radrundweg

Mit dem Fahrrad die Geschichte der vier Pfinztaler Ortsteile entdecken und erleben - diese Möglichkeit bietet der von der Gemeinde Pfinztal neu zusammengestellte „Pfinztal-Radrundweg“. Es ist eine anspruchsvolle 27 Kilometer lange Strecke mit bis zu 500 Höhenmetern, die markante Punkte und Sehenswürdigkeiten tangiert. Die Route, beschildert mit dem Logo der Gemeinde Pfinztal, verläuft größtenteils auf ausgewiesenen und asphaltierten, aber auch geschotterten Wegen des regionalen Fahrradwegenetzes und wurde erstmals mit einer Radlergruppe abgeradelt. Daten, Fakten und Zahlen wurden aus vielen Quellen, beispielsweise den Ortsbüchern, den Pfinztaler Heimatblättern, privaten und staatlichen Archiven und der im März erschienenen ersten Pfinztaler Gemeindechronik zusammengetragen. Die auf rd. sechs Stunden veranschlagte Exkursion mit dem Drahtesel ist ein Mix aus Geschichte und Natur und wurde von Johannes Röckel geführt. Eingeladen zur Rundfahrt wurde unter der Überschrift „Erlebnisraum Pfinztal – Pfinztal entdecken“, insgesamt 17 Radlerinnen und Radler waren der im Amtsblatt veröffentlichten Einladung gefolgt. Auf der Tour, die beim Bahnhofsplatz Berghausen begann, gab es viele Pfinztaler Highlights zu sehen.

Erste Station war die Selmnitzstraße, in der bis 1769 das Wasserschloss von Berghausen stand. Anhand eines alten Lageplans von 1749 und einer gefertigten Ansichtsskizze konnte man sich ein Bild des ehemaligen Gebäudes machen. Die Route führte über die Hansabrücke, Oberlinstraße zum ehemaligen Portal des Wasserschlosses, das noch erhalten und heute noch in der Brückstraße zu sehen ist. Der Wehrturm der Martinskirche aus dem 11. Jahrhundert sowie das ehemaligen Rathaus und das Gasthaus Laub waren weitere Stationen im Ortszentrum von Berghausen. Durch die Friedrichstraße ging es danach vorbei an der ehemaligen Brauerei Wagner in die Seltenbachstraße (Überreste des Doppelwappens der ehemaligen Tiefburg 'Seltenbach'). Vorbei an der ehemaligen Ölmühle und dem sogenannten 'Bergle' ging es dann entlang der Pfinz über die Georgstraße in die Natur in Richtung Rittnertwald und von dort zum Thomashof mit Aussicht auf die etwas verdeckten Schwarzwaldberge. Die Route führte weiter auf dem geschotterten Grenzweg in Richtung Naturfreundehaus Kleinsteinbach. Entlang des Skulpturenwegs, vorbei am Rokycany-Platz, gelangte man zur Thomaskirche, einem Weinbrennerbau aus dem Jahr 1817 mit einer der ältesten Glocken in Baden-Württemberg. Der Kreisel mit dem vierteiligen Vollmetallkörper, der die Ortsteile der Gemeinde darstellt, das alte Rathaus und der alte Bahnhof waren weitere Stationen auf dem Weg zur Bocksbachmündung in die Pfinz, unterhalb der Kleinsteinbacher Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. Das ehemalige Hammerwerksgelände war weiterer Haltepunkt auf dem Weg nach Söllingen. Hier war die Mühle Walther, 1453 erstmals erwähnt, mit dem heutigen Wasserkraftwerk erste Station. Über die Pfinzbrücke (1747), die Bahnhofstraße mit ihren typischen alten Gebäuden des 18. Jahrhunderts, erreichte man das Pfinztaler Rathaus (1785 erbaut). Michaelskirche mit Turm aus dem 11. Jahrhundert und dem darin eingemauerten römischen Herkules-Stein, Kirchhofstraße mit alter Friedhofsmauer und Josef-Mall-Kastanie, die alten Schulgebäuden aus dem Jahr 1827 und 1901 und das Gasthaus 'Schwanen' (1778) waren weitere geschichtsträchtige Objekte. Über die Hirschgasse, das 'Stollhäfele' und den Krottenlachbrunnen gelangte man zum Kelterplatz mit Bürgerhaus und dem darin befindlichen Heimatmuseum. Eine Rast legte man nach dem zweiten steilen Anstieg beim Naturfreundehaus Söllingen ein, wo die Radler von den Naturfreunden freundliche empfangen und bewirtet wurden.

Von hier aus ging es vorbei am Landgraben (Grenze zwischen Bistum Speyer und der badischen Markgrafschaft), und den Feldkreuzen des Kreuzwanderweges nach Wöschbach. Die Kirche 'Johannes der Täufer', das Rathaus, die dortigen Brunnen und der Torbogen des Gasthauses Krone (1775) waren weitere Sehenswürdigkeiten. Über den Reiterhof und die Steigstraße (ehemalige Straße nach Wöschbach) ging es zurück zum Ausgangspunkt.





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