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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Ferienprogramm | Mitteilung vom Mi. 06.08.14 , gültig bis Mi. 13.08.14

Die Badische Landesbühne Bruchsal spielt für Pfinztals Kinder: „Till Eulenspiegel“

Fester Bestandteil im Ferienprogramm der Gemeinde Pfinztal ist der Freiluft-Doppelauftritt des Kinder- und Jugendtheaters der Badischen Landesbühne Bruchsal (BLB) im Bildungszentrum

In diesem Jahr hatten die Theaterleute mit „Till Eulenspiegel“ von Roland Hüve in der Inszenierung von Judith Kriebel und dem Bühnenbild von Ines Unser das Leben einer historischen Kristallisationsfigur aus dem 14. Jahrhundert in Szene gesetzt. Sechs junge Schauspieler schlüpften in die unterschiedlichsten Charaktere, in der Hauptrolle der durchtriebene Bauernsohn - Till Eulenspiegel mit Punkfrisur: Ein Kind munteren Sinnes sei er gewesen, der hoch hinaus und in die Welt wollte. Bosheit und Geschick sind dem Kerl eigen, der in blumiger Sprache Durchblick, Geisteskraft und Witz erkennen lässt. Beispielsweise als Bäckergeselle mit aus gutem Teig gebackenen Eulen und Meerkatzen. Nelle, seine Freundin aus Kindheitstagen, die ihn nur ungern ziehen ließ, musste ihm in manch heikler Situation zur Seite stehen. Oftmals verstanden Tills Mitmenschen wenig Spaß und er musste weiterziehen. Im Land von Herzog August Theodor trieb er sein spaßiges Unwesen. Bildliche Redewendungen, etwa „Geld wie Heu“, setzte er in die Tat um und bezahlte mit einem Grashalm. Ständig führte er seine Mitmenschen an der Nase herum, was den kleinen Besuchern besonders gefiel. Selbst den Herzog, der über ein besonders großes Riechorgan verfügte, verschonte er nicht. Till als Maler aus Flandern sollte den Adligen malen mit Farben in raffinierter Feinheit. Das Publikum, klein und groß, alt und jung, staunte wie es Till immer wieder gelang, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und gleichzeitig seinem Ärger über Missstände Luft zu machen. „Mein Ruf ist schneller als mein Gang“ eilte dem Schelm voraus, der wiederholt lahme Füße, einen leeren Magen und Langeweile hatte.

Das Portrait des Herzogs hielt, was Till versprach „Nur Menschen mit einem wirklich hohen Kunstverstand und von edler Herkunft können darauf etwas erkennen“. Doch da ist der Witzbold zu weit gegangen, ihm drohte eine schlimme Strafe. Narrenfreiheit solle ihm gewährt werden, forderte Nelle vom Herzog, der „Wenn man mich zum Lachen bringt“ Güte in Aussicht stellte. Jetzt war die Mithilfe aller Besucher gefragt und die Disziplin hieß Grimassen schneiden. Mit Erfolg. Für Lara, Maja und Paula wurde die Haarpracht von Till Eulenspiegel zur bleibenden Erinnerung an die unterhaltsame Theaterstunde.





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