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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 30.07.14 , gültig bis Mi. 06.08.14

Aloys-Henhöfer-Schule investiert über vier Millionen Euro in die Schulhauserweiterung

Eingeweiht und in Betrieb genommen werden konnte nun der großzügige Erweiterungsbau. Die AHS entwickle sich zu einem landesweit einmaligen christlichen Bildungszentrum mit fünf Schularten (Grund-, Förder-, Werkreal- und Realschule sowie Gymnasium G8) unter einem Dach, sagen die vom Trägerverein gewählten und für die Gesamtleitung der Schule zuständigen ersten und zweiten Vorstände eines Vierergremiums, Andreas Knab und Martin Elsässer, mit Stolz bei einem Gespräch. Gemeinschaftsschule sei keine Perspektive für die AHS; die Kooperation der Schularten und die Fördermöglichkeit in jeder sei bestens. Vier Gymnasialklassen mussten in den letzten acht Jahren wegen Raumknappheit in freie Räume der Grundschule Kleinsteinbach ausgelagert werden, weshalb die Schule der Gemeinde Pfinztal sehr dankbar sei, wie auch die gesamte Zusammenarbeit mit Gemeinde- und Ortsgremien sehr zu loben sei. Die räumliche Enge und auch sonstige Einschränkungen können nun mit einem imposanten Neubau von 47 Meter Länge und 19 Meter Breite in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hagwaldhalle und einem Speditionsgebäude beendet werden. Andreas Knab und der auch für die Planung verantwortliche Architekt Martin Elsässer, die auch die Bauleitung mit Andreas Drollinger haben, zeigen sich er-freut über das gelungene Werk. Möglich wurde es durch den Kauf des Geländes von der Besitzerfamilie des gesamten ursprünglichen Areals im Jahre 2011. Das kompakte dreigeschossige Gebäude, das durch den Anbau von Erkern von seiner Massivität verliert, wurde im Juni 2012 begonnen. Auf eine Unterkellerung musste wegen seiner Nähe zur Pfinz und damit auch Hochwassergefahr verzichtet werden. Gegründet wurde der Bau in Sichtbetonbauweise mit 2500 Quadratmeter Nutzfläche auf 90 tief reichenden Bohrpfählen. Planerisch und statisch ist sogar später eine Aufstockung noch möglich. Finanziell nur tragbar war das ganze Projekt durch die enorme Bereitschaft von Eltern und Freunden zur aktiven Mitarbeit auf dem Bau. Insgesamt 11.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden geleistet. „Wir erhoffen eine deutliche Unterschreitung des Kostenansatzes von 4,3 Millionen €“. Ein Drittel davon ist als staatlicher Zuschuss – die AHS ist staatlich genehmigt und anerkannt, alle Abschlüsse auch gleichwertig - zu erwarten, die restlichen zwei Drittel sind vom Trägerverein selbst zu stemmen. Geschehen wird dies über Spenden und zinslose Darlehen aus dem Freundeskreis. Das Schulgeld soll trotzdem auch künftig niedrig gehalten werden. Von den drei Stockwerken wurden jetzt das Erd- und erste Obergeschoss und damit rund 70 Prozent der Anlage fertiggestellt. Der obere Stock soll in den nächsten zwei Jahren je nach Arbeitszeit und –kraft und finanziellen Möglichkeiten vollendet werden. Im Erdgeschoss entstanden vor allem Fachräume wie ein großer Computersaal, ein Raum für die Naturwissenschaften, ein Musiksaal, der zum Foyer hin geöffnet werden kann und dann eine Aula bildet, dazu auch ein großer Aufenthaltsraum; insgesamt sind auch 18 wohnlich gestaltete und mit den modernsten Medien bestückte Klassenzimmer vorhanden. Auf warme Farben wurde im Inneren des Gebäudes wie bei den Fassaden Wert gelegt; die Nähe zu den badischen Farben ist eher zufällig. Förderschule und Gymnasium werden in den Neubau einziehen. Die derzeit 520 Schüler, hauptsächlich aus Pfinztal, Remchingen und Karlsbad, aber auch aus der gesamten Region, werden im Endausbau auf 650 anwachsen, davon 250 Schüler im Neubau mit kurzen Wegen zum Altbau. Die Mitarbeiterzahl wird sich von derzeit 80 auf 100 erhöhen. Ein weiteres Vorhaben zur Qualitätshebung hat man schließlich noch fest im Blick, den Bau einer kleineren Sporthalle, die sich unmittelbar an den Bau im Südwesten anschließen wird und für die bereits Versorgungsleitungen vorbereitet sind. Das Gesamtprojekt wird sich dann auf 6,9 Millionen € belaufen. Fertig ist schon die Außenanlage mit glasüberdachter Außenfläche, vielen Sitzgelegenheiten und einigem Grün.

Text und Foto: Karl-Heinz Wenz





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