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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 30.07.14 , gültig bis Mi. 06.08.14

75 Jahre Feuerwehr Wöschbach

Generationenübung

Gemeinsam haben Jugend und Einsatzmannschaft der Feuerwehr Pfinztal am Samstagnachmittag bei einer „Generationenübung“ das Miteinander demonstriert. Das Jubiläum „75 Jahre Feuerwehr Wöschbach“ gab den Anlass. Den vielen Zuschauern sollte gezeigt werden, dass bei der Feuerwehr der Zusammenhalt von Jung und Alt im ehrenamtlichen Dienst großgeschrieben wird. Zehn Jahre alt waren die jüngsten Floriansjünger, die Ältesten hätten deren Großväter sein können. Im Unterdorf in Wöschbach, Ecke Bruchwiesen- und Wesostraße, ging eine 31-köpfige und homogene Gruppe, die aus allen vier Abteilungswehren zusammengestellt war, zu Werk. Über Lautsprecher wurde das dreigeteilte Übungsszenario mitgeteilt. Die beiden Einsatzleiter, Julian Porstein vom Feuerwehrnachwuchs und der Wöschbacher Abteilungskommandant Frank Spitz, sorgten für einen reibungslosen Ablauf der halb-stündigen Übung. Im Drehbuch stand zu Beginn „Brandeinsatz im Holzlager einer Zimmerei“ mit Rettung von zwei Verletzten unter Zuhilfenahme der Drehleiter als „Riegelstellung“, um mit Wasser von oben das Nachbarhaus zu schützen. Ein vorbeifahrender Traktorfahrer ließ sich von der Feuerwehr ablenken und kollidierte mit einem Fahrradfahrer. Die Bilanz: Zwei Verletzte, die umgehend versorgt werden mussten. Teil drei: Ein Kleinbrand. Das Feuer im Holzlager hatte einen Funkenflug verursacht und vor dem Haus gelagerten Sperrmüll entzündet. „Das haben die kleinen und großen Feuerwehrleute gemeinsam wirklich gut gemacht“, so der Tenor der vielen Beobachter, die mit Applaus nicht sparten.


Großer Zapfenstreich

Am Samstagabend stand im Kombinationsbau von Festhalle und Festzelt, der eigens zum Jubiläumsfest errichtet worden war, vor Hunderten von Besuchern der große Zapfenstreich auf dem Programm: Die Lichter gingen aus, alles lag im Dunkeln. Der große Zapfenstreich, Referenz an das Geburtstagskind Feuerwehr Wöschbach, konnte im Schein von Fackeln beginnen und sollte der mehrtägigen Veranstaltung das feierliche Glanzlicht geben. Die Meldung des Wöschbacher Abteilungskommandanten Frank Spitz als Kommandierender an Bürgermeisterin und Festpräsidentin Nicola Bodner setzte die Zeremonie in Gang. Mitwirkende waren das Blasorchester des Musikvereins Frohsinn Wöschbach (Leitung Urban Pfaff) und der Spielmannszug der Feuerwehr Graben-Neudorf. Ehrenzug und Fackelträger bildeten Feuerwehrleute aller vier Pfinztaler Abteilungswehren.

Ein solch bedeutsames Ereignis gab es in Wöschbach letztmals vor 13 Jahren zum 100. Geburtstag des Musikvereins Frohsinn. Exakt 22 Minuten lagen zwischen den Meldungen „Großer Zapfenstreich angetreten“ und der Meldung „Großer Zapfenstreich beendet“. Über Monate hinweg haben die Beteiligten geübt, damit alles stimmig passt.

Die erstmalige Nennung des als „Zapfenstreich“ genannten musikalischen Befehls reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seine Bedeutung und Historie erläuterte vorab Reinhard Hurst. Große Disziplin, auch bei den Zuschauern, kennzeichneten das Geschehen, an dessen Anfang der Einzug der Ehrenformation sowie als weitere feste Bestandteile die Serenade, das Gebet, die Nationalhymne und schließlich der Abmarsch unter den Klängen des „Zapfenstreichmarschs“ standen.


Umzug

Fünf Salven, von Schützen des Sportschützenvereins und der Großkaliberschützen Pfinztal abgefeuert, waren das Startsignal für den Festzug durch Wöschbach zum 75. Geburtstag der Feuerwehr. Bei Hitzegraden führte die Route vom Ober- ins Unterdorf zum Festplatz, wo anschließend Fanfaren- und Spielmannszüge das klingende Spektakel, zu dem auch viele Martinshörner gehörten, fortsetzten. Insgesamt 37 Gruppen nahmen an der Parade teil, die viele Besucher aus Nah und Fern ins Pfinztaldorf gelockt hatte. Die weiteste Anreise hatte dabei eine Abordnung der befreundeten Abteilung aus Haaren der Feuerwehr Aachen, aber auch aus dem Landkreis Karlsruhe und dem Enzkreis gaben sich Floriansjünger ein Stelldichein. Den fröhlichen, mit viel Musik bereicherten und zugleich in Sachen Feuerwehr informativen Lindwurm bereicherten Wöschbacher Vereine mit spezifischen Choreografien. Nahezu alle machten an der Ecke von Bruchwiesen- und Wesostraße in der Endphase der Strecke vor der Ehrentribüne Halt. Hier galt der Gruß den Wöschbacher Feuerwehrhonoratioren und den Größen der Pfinztaler Feuerwehr mit Pfinztalkommandant Frank Bauer, dem Pfinztaler Ehrenkommandanten Klaus Spitz und dem Wöschbacher Kommandanten Frank Spitz, Kreisbrandmeister Thomas Hauk, Ehrenkreisbrandmeister Gerhard Wolf, Ortsvorsteher Otmar Bittner und Bürgermeisterin Nicola Bodner, die zugleich als Festpräsidentin fungierte. Für Aufsehen sorgten ein Hydrantenwagen von 1948 und ein ebenso funktionstüchtiger Handpumpenwagen von 1848, der hin und wieder mit kleinen Wasserfontänen, auch auf die Ehrentribüne, für willkommene Abkühlung sorgte.





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