Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 16.07.14 , gültig bis Mi. 23.07.14

Suche nach Villa Rustica und weiteren Merowinger-Gräbern im Gebiet „Heilbrunn“ aufgenommen

Bekanntlich erstellt die Gemeinde einen Bebauungsplan in den Gewannen „Heilbrunn/Engelfeld“. Historische Überlieferungen und Vorerkundungen in den vergangenen Jahren lassen darauf schließen, dass auf einer erheblichen Fläche im zu überplanenden Gebiet mit Resten aus der Römerzeit (Villa Rustica) und mit einer Vielzahl an Merowinger-Gräbern gerechnet werden muss. Prinzipiell führen solche „Verdachtsfälle“ dazu, dass bauliche Vorhaben verzögert werden, in manchen Fällen es sogar zu einer langfristigen Blockade kommt. Insbesondere mit dem Umfang der Merowinger-Gräber – geschätzt wird eine Anzahl von 100 – war nach den bisherigen Erkenntnissen nicht zu rechnen.

Nunmehr wurden - nach langwierigen Vorverhandlungen auch mit den Naturschutzbehörden - die Grabungsarbeiten zur Erforschung der Relikte aus der Römerzeit aufgenommen und die weitere Erkundung der Merowinger Gräber angegangen. Hat das Regierungspräsidium Karlsruhe die ersten Grabungsarbeiten in Jahr 2012 auf eigene Kosten übernommen, so muss sich nun die Gemeinde bei den weiteren Grabungsarbeiten finanziell mit beteiligen. Eine diesbezügliche Vereinbarung haben Frau Dr. Rabold als Hauptkonservatorin aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe und Bürgermeisterin Nicola Bodner nun unterzeichnet.

Es wird davon ausgegangen, dass auch im Jahr 2015 noch (Rest-)Grabungsarbeiten getätigt werden müssen. Die Verwaltung hofft jedoch, dies so koordinieren zu können, dass hierdurch die Ausführung der Erschließungsmaßnahmen nicht sonderlich gestört wird.

Es sei noch erwähnt, dass es mit den Grabungsarbeiten allein nicht getan ist. Die freigelegten historischen Relikte werden an Ort und Stelle mittels Fotografie und Vermessung dokumentiert/katalogisiert und in den Labors der archäologischen Denkmalpflege untersucht, um dann anschließend ordnungsgemäß für die Nachwelt verwahrt zu werden.





Zurück