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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 13.05.14 , gültig bis Mi. 21.05.14

Die Ausstellung „Pfinztal vor 10 000 Jahren“ ist bis zum 9. Juni im Bürgerhaus in Söllingen zu sehen

Die im Bürgerhaus in Söllingen gezeigte Ausstellung „Pfinztal vor 10.000 Jahren“ soll mit dem Untertitel „Die Geschichte unserer Vorfahren, ist ein Teil unserer Geschichte“ einen Bogen von der Mittelsteinzeit bis in das dritte Jahrhundert nach Christus schlagen. Mit der als Führungsausstellung konzipierten, an den Lehrplan angepassten Dokumentation, hat das Römermuseum Remchingen explizit für den Heimatverein Pfinztal innerhalb der gemeinsamen Kooperation einen umfassenden Blick in die Vorzeit der Region zusammengetragen. Das auf die antike und frühchristliche Religionsgeschichte des Pfinztals spezialisierte Römermuseum in der Nachbargemeinde im Enzkreis hat darüber hinaus mit der zeitgleich im eigenen Haus, Niemandsberg 4, Wilferdingen, gezeigten Sonderausstellung „Die ersten Christen im Nordschwarzwald“ den zeitlich nahtlosen Anschluss an die Ausstellung in Söllingen ermöglicht. Im Bürgerhaus sind es zumeist Texte, dazu auf Gemarkung Pfinztal entdeckte Fundstücke, das angefertigte Modell einer „Villa Rustica“ und Ziegel aus der Zeit der Römer, die Beleg davon geben, dass das Pfinztal bei Geschichtsforschern und Archäologen als reichhaltige Gegend gilt. Das Pfinztal, das beiderseits des ihm den Namen gegebenen Flüsschens drei große Freiflächen aufweist, die erste bei Söllingen, die beiden anderen weiter bachaufwärts im Enzkreis, aufweist, war im ersten Jahrhundert vor Christus völlig unbewohnt.

Die Ausstellung „Pfinztal vor 10.000 Jahren“ ist chronologisch aufgebaut, informiert Jeff Klotz, der Leiter des Römermuseums Remchingen und Direktor der Kultur- und Museenlandschaft Nordschwarzwald. Die Mittelsteinzeit gilt als Beginn des Umbruchs. Im sechsten Jahrtausend vor der Zeitenwende wurden die Wälder gerodet. Die Gliederung der Ausstellung erfolgt in Themenbereichen, etwa „Wie kam die Landwirtschaft zu uns“, „Wie entwickelte sie sich“ und „Was wurde angebaut - mit Getreidesorten“. Erläutert werden auch die dazu gehörigen Kulturen, angefangen von der Linien-Band-Keramik-Kultur, über die Kelten zu den Römern.

Die Vor- und Frühgeschichte mit über Jahrtausende bestehenden Parallel-Kulturen sei ein schwieriges Feld, sagte Jeff Klotz. Antworten will die Ausstellung geben und somit die Heimatgeschichte näher bringen, sagte Hans Weiß, der Vorsitzende des Heimatvereins Pfinztal. Gerade sind in der Gemeinde Pfinztal die Römer, die bis 260 nach Christus die Gegend bevölkerten, wieder in vieler Munde. Bei Grabungen im Gewann „Heilbrunn“ in Söllingen stieß man jüngst auf Gebäudereste. Wurde zunächst eine „Villa Rustica“, ein römischer Gutshof, vermutet, deutet die Fundstelle inzwischen auf eine römische Siedlung, genannt „Vicus“, hin, berichtete Jeff Klotz.

Kontakt: Die Ausstellung „Pfinztal vor 10.000 Jahren“ ist bis zum 9. Juni, jeweils mittwochs von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr, im Bürgerhaus, Hauptstraße 57, in Söllingen zu sehen. An den Sonntagen und am Schlusstag (Pfingstmontag), jeweils um 14 Uhr, gibt es eine Führung mit Jeff Klotz durch die Ausstellung. Informationen für Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten unter Telefon 07240 62-141.

Die Ausstellung „In Nomine Patris – die ersten Christen im Nordschwarzwald“ im Römermuseum in Remchingen-Wilferdingen, Niemandsberg 4, ist bis 28. Dezember – jeweils freitags von 18 bis 20 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr zu sehen.





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