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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Mi. 26.03.14 , gültig bis Mi. 02.04.14

Kabarett-Spaß für Angst- und andere Hasen

Der gute Ruf als Comedian eilt Frank Fischer voraus. Der Rheinhesse ist mit vielen Preisen seines Fachs ausgezeichnet. Gerade ist er mit seinem vierten Soloprogramm „Angst und andere Hasen“ in der Bundesrepublik unterwegs. Der 40-Jährige ist in die Rolle als Komödiant moderner Prägung hineingewachsen. Seit acht Jahren ist er Profi. Von Kindesbeinen an ist Frank Fischer vorsichtig und hinterfragt alles. Das kommt  ihm jetzt zugute. In Söllingen im Bürgerhaus gastiert er zum zweiten Mal. Die Erinnerung an den quirligen Parodisten ist gut. Vollbesetzt ist der Multifunktionsraum.

Irgendwie sind wir vielleicht alle Hypochonder – zumindest aber Eigentümer einiger Phobien. Da geht es uns wie Frank Fischer, der von rund 600 verschiedenen Phobien weiß und für jeden etwas dabei hatte. Das Thema taugt für ein Abend füllendes Programm von zwei Stunden. Mit „Angst und andere Hasen“ zeigte Fischer, wie hoch das belustigende Potential quälender Gefühle bei betroffenen Personen sein kann. Während man beim Hinweis auf die Bibliophobie (der Angst vor Büchern), der Hypnotopophobie (Angst vorm Bettenmachen) oder Angst vor Süßigkeiten noch eher den Kopf schüttelte, ist die Angst vor Spinnen oder Flugangst verbreiteter. Betroffen sind mehr Menschen als man vielleicht ahnt. Im Angsthasen-Programm wurde das verraten und begründet. Von der Bühne herunter werden absurde Geschichten aus dem Alltag gesponnen. Etwa wenn es um die Flugangst geht. E schaue sich korpulente Menschen im Flugzeug ganz genau an: 'Man weiß ja nicht, ob es Speck ist oder Sprengstoff'.

Gruseln kann es ihn auch vor bestimmten Werbespots, in denen beispielsweise mit einer gewissen Penetranz ein bestimmtes schwäbisches Müsli angepriesen wird. Fischer ist dabei ein glänzender Parodist und entlockt mit seiner Seitenbacher-Stimme dem Publikum spontane Begeisterungsstürme. Die Besucher sind längst in das Boot auf die Entdeckungsreise in das Land der Phobien eingestiegen. Ein spannendes Abenteuer mit der Gewähr von viel Herzlichkeit und Lachen, mitunter aber auch kleinen Schauderattacken. Schon erstaunlich, vor was man auch Angst haben kann, etwa vor Herbert Grönemeyer, vor Fantasien und Träumen, ja sogar vor Dialekten. Bissig, amüsant und mit hintergründiger Ironie unterhält er sein Publikum, verabreicht quasi eine Lachtherapie. Alle 600 Phobien zu beleuchten schafft Frank Fischer natürlich nicht. Es sollte ohnehin lediglich eine Stippvisite in das Reich der Abneigungen sein, eine Fortsetzung wird es nicht geben. Der Künstler verrät, dass für das nächste Soloprogramm bereits Ideen gesammelt und die Premiere für Herbst 2015 anvisiert ist. Langer Applaus, unterbrochen von zwei Zugaben, belohnen den Künstler für seine gute Unterhaltung.





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